Erstellt am 20. März 2017, 11:47

von Eva Hinterer

20 Junganwälte aus Niederösterreich am Start. Die Rechtsanwaltskammer Niederösterreich (RAK NÖ) startet mit einem Junganwälte-Tag ins neue Jahr. 20 neu zugelassene Anwälte aus ganz Niederösterreich nutzten die Veranstaltung in St. Pölten zum gegenseitigen Kennenlernen und um sich über aktuelle Rechtsthemen und die Serviceleistungen ihrer Standesvertretung zu informieren.

Derzeit sind 441 Rechtsanwälte und 141 Rechtsanwaltsanwärter in Niederösterreich registriert. Im Fokus der Veranstaltung stand das neue Erwachsenenschutz-Gesetz, das 2018 eingeführt werden soll.

20 junge Rechtsanwälte starteten 2017 in Niederösterreich ins Berufsleben und folgten am 16. März der Einladung der Rechtsanwaltskammer nach St. Pölten, um ihre Berufskollegen und Standesvertreter persönlich kennen zu lernen. Neben dem Knüpfen neuer Kontakte ist der Austausch zu aktuellen Rechtsthemen gerade für Berufseinsteiger von besonderer Bedeutung. Insgesamt gibt es derzeit in Niederösterreich 441 Rechtsanwälte (davon 22 % weiblich) und 141 Rechtsanwaltsanwärter (davon 44 % weiblich).

Michael Schwarz, Präsident der Rechtsanwaltskammer Niederösterreich: „Wir heißen die jungen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte willkommen in unserer Branchenvertretung. Erfahrungsgemäß hat es sich bewährt aktuelle Themen bzw. bevorstehende Neuerungen zu diesem Anlass zu diskutieren. Heuer das neue Erwachsenenschutzgesetz, das jeden von uns betreffen kann und sehr wichtig ist.“

Gesprächsthema: das neue Erwachsenenschutz-Gesetz

 

Anfang des Jahres wurde das neue Erwachsenenschutz-Gesetz vom Ministerrat beschlossen. Mit der Neuerung wird Menschen, die nicht mehr in der Lage sind, ihre Angelegenheiten, wie z. B. Behördenwege, selbst zu erledigen, mehr Autonomie zugesprochen. „Betroffene Personen werden nun, stärker als bisher, begleitet und unterstützt. Ein wichtiger Punkt ist auch, dass die Vertrauensperson im Vorhinein selbstbestimmt ausgewählt werden kann und nicht zwingend durch ein Gericht bestimmt wird“, sagt Michael Schwarz.

„Wie jede Gesetzesänderung ist auch die Neuerung des Erwachsenenschutz-Gesetzes nicht unumstritten. Die Republik hat für keinen pauschalen Kostenersatz bei einkommens- und vermögenslosen Erwachsenenvertretungen gesorgt: wie bisher müssen Rechtsanwälte kostenlos tätig werden und erhalten auch ihre Barauslagen nicht ersetzt. Ein untragbarer Zustand, da eine Berufsgruppe hier ein Sonderopfer erbringen muss.“ stellt Schwarz fest.

 

Weitere Infos unter www.raknoe.at