Erstellt am 05. Januar 2016, 06:43

von Gila Wohlmann

Rotes Kreuz: Hilfe auf Insel Lesbos. Lidwina Dox koordiniert im Jänner Rot-Kreuz-Aktivitäten. 2.000 Flüchtlinge pro Tag.

Lidwina Dox ist für die Logistik der Rot-Kreuz-Flüchtlingshilfe auf Lesbos zuständig.  |  NOEN, Österreichisches Rotes Kreuz

Lesbos ist eine der europäischen Haupteintrittspforten für Menschen auf der Flucht. Schiffsunglücke mit zahlreichen Toten sind hier allgegenwärtig. Unterstützung für die humanitären Organisationen ist dringend nötig.

Aus diesem Grund entsendete das Österreichische Rote Kreuz mit 4. Jänner die 42-jährige Lidwina Dox auf die griechische Insel. Dies ist nicht ihr erster internationaler Einsatz, denn sie war auch schon für das Rote Kreuz Niederösterreich beim Tsunami 2004 sowie beim Taifun auf den Philippinen und bei den Flutkatastrophen in Pakistan als Helferin vor Ort. Ihr jüngster Auslandseinsatz: Hilfe für die ankommenden Flüchtlinge auf Kos im Herbst 2015.

Die erfahrene Katastrophenhelferin wird dort in den kommenden vier Wochen für die Koordination der gesamten Rotkreuz-Aktivitäten der Flüchtlingshilfe verantwortlich sein. „Dazu zählen die Planung und Abwicklung der Hilfsgüterverteilung wie Lebensmittelpakete, Hygienesets, die Koordinierung der Erste-Hilfe-Sofortmaßnahmen sowie spezielle Trainings für freiwillige Helfer. „In den letzten Wochen sind durchschnittlich rund 2.000 bis 2.500 Flüchtlinge pro Tag auf Lesbos angekommen“, schildert Lidwina Dox, „diese Situation ist für alle humanitären Organisationen und lokalen Behörden sehr herausfordernd.“

Auf Kos sei für sie sehr berührend gewesen, „wenn Flüchtlingen, insbesondere schwangeren Frauen, Kindern und Jugendlichen, die Erleichterung anzusehen ist“, wie sie betont. „Sie drücken einfach aus: Endlich sind wir in Europa angekommen“, berichtet Dox.