Erstellt am 15. März 2016, 06:59

von Eva Hinterer

Wahlen mit Hindernissen. Überraschung für einige Kandidaten bei Wahlen der Bezirksstellenleiter.

Nicht überall gehen die Wahlen an den Rot-Kreuz-Bezirksstellen in NÖ glatt über die Bühne. Auch nicht in Mödling.  |  NOEN, Christoph Dworak

Bis Ende März wird in den Bezirksstellen des Roten Kreuzes noch gewählt, aber noch vor Abschluss der Wahlen gab es einige Überraschungen: In Mödling fiel der bisherige Leiter Paul Strebl bei der Wahl durch. Obwohl er, auch wegen des anstehenden Drei-Millionen-Umbaues der Bezirksstelle, gerne weitergemacht hätte. Das gleiche Schicksal ereilte Günter Wagenlechner, der in Neunkirchen Josef Schmoll nachfolgen wollte. 83 von 199 Stimmen reichten nicht, Josef Schmoll wird vorerst weitermachen.

Nachfolgekandidat scheiterte an absoluter Mehrheit

In Purkersdorf ging es um die Nachfolge für Serge Weinmann, seit 15 Jahren im Amt: Nachfolgekandidat Wolfgang Uhrmann scheiterte bei der Wahl an der erforderlichen absoluten Mehrheit. In Ybbs wollte Werner Hoffer die Bezirksstelle noch eine weitere Periode leiten – erhielt aber nur 41,6 Prozent der Stimmen. Wie sein Kollege Strebl aus Mödling legte auch Hoffer sofort seine Funktion zurück.

Am Samstag ein ähnliches Bild in der Rotkreuz-Bezirksstelle Gänserndorf: Bezirksstellenleiter Otmar Lutzky verfehlt die absolute Mehrheit, fünf weitere Kandidaten haben die Wahl nicht angenommen.

Nächste reguläre Wahl „ehebaldigst“

Laut Statuten des Roten Kreuzes bleibt ein Bezirksstellenleiter, dessen Wahl nicht zustande kommt, vorerst im Amt. Legt er aber seine Funktionen nach gescheiterter Wahl zurück, folgt ihm der Stellvertreter als ranghöchster Vertreter nach. Die nächste reguläre Wahl soll dann „ehebaldigst“ stattfinden, also längstens ein Jahr später, bei der nächsten Bezirksstellenversamlung. „Der Rotkreuz-Präsident greift erst dann ein, wenn die wirtschaftliche Gebarung einer Dienststelle gefährdet ist“, sagt Pressesprecher Andi Zenker – und setzt einen Verwalter ein.

Wenn sich für eine Bezirksstelle gar kein Leiter mehr findet, dann wird sie unter Landesverwaltung gestellt. Die Freiwilligen tun dort normal ihren Dienst, haben aber keine gewählten Funktionäre (Leiter, Stellvertreter, Verwalter und Kassier) mehr. In NÖ ist das in einer Handvoll von Gemeinden so, am längsten in Ziersdorf, wo das „seit Jahren problemlos funktioniert“, wie Zenker sagt.

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