Erstellt am 07. Juni 2016, 07:43

von NÖN Redaktion

Sattelschlepper stürzte von A4 in Böschung. „Hier Florian Niederösterreich um 07:37 Uhr, Technischer Einsatz für die FF Bruck an der Leitha, Schwere Bergung auf der A4 Richtung Osten ca. km 36,5, Sattelkraftfahrzeug im Straßengraben“ so lautete die Alarmierungsmeldung zu einem länger dauernden Einsatz für sämtliche Einsatzkräfte am Montagmorgen.

 |  NOEN, Feuerwehr Bruck

Wenige Minuten nach der Alarmierung rückte die Feuerwehr Bruck zum Einsatzort aus. Ein Sattelkraftfahrzeug, das mit etwa 20 Tonnen Fahrzeugteilen beladen war, war aus bisher ungeklärten Umständen von der Straße abgekommen und nach rund 30 Metern im dicht mit Hecken, Sträuchern und Bäumen verwachsenen Straßengraben steckengeblieben.

Der Rettungsdienst versorgte die Fahrerin sowie deren Beifahrer. Beide wurden bei dem Unfall leicht verletzt und vom Roten Kreuz in ein nächst gelegenes Krankenhaus gebracht. Vom LKW lief aus dem rechten Tank Treibstoff aus.
 
Aufgrund der schwierigen Erreichbarkeit musste sich die Feuerwehr erst mit Motorsägen den Weg freischneiden. Ein provisorisches Auffangen des ausfließenden Kraftstoffes war so erst jetzt möglich.
Da nicht abgeschätzt werden konnte, welche Menge an Treibstoff bereits ausgetreten war, wurde unverzüglich die Wasserrechtsbehörde informiert, die alle weiteren Maßnahmen wie das Abpumpen der beiden Fahrzeugtanks anordnete.

So konnten immerhin noch rund 450 Liter Diesel umgepumpt werden. Gemeinsam mit dem  Autobahnmeister entschied der Einsatzleiter die Bergung des Lastwagens über die Begleitwand durchzuführen, um die Verkehrsbehinderungen auf der Autobahn möglichst gering zu halten.

Für die Bergung des Sattelkraftfahrzeuges wurde von der Besitzerfirma eine Privatfirma beauftragt. Die Bergung erforderte jedoch ein sehr großzügiges Freischneiden bzw. Entfernen des gesamten Grünwuchses, um sämtliche Fahrmanöver mit dem Unfallwrack zu gewährleisten.

Mit Unterstützung der ASFINAG (Personal und LKW mit Ladekran) wurde dies in rund zweistündiger, mühevoller und schweißtreibender Arbeit durchgeführt. Die Entfernung des Wildzaunes auf einer Länge von rund 50 Metern war ebenfalls erforderlich.
 
Trotz des raschen Auffangen und Umpumpen des Dieselkraftstoffes wurde von  der Wasserrechtsbehörde festgestellt, dass zwischen 100 und 150 Liter in das Erdreich gelangt sind und das Erdreich nach der Bergung abgetragen und entsorgt werden musste.
 
Einsatzende: 15:37 Uhr
 
Eingesetzte Kräfte:
 
Feuerwehr Bruck an der Leitha: 1 TLFA 4000, 1 RLFA 2000, 1 VF, 1 KDTF – 10 Feuerwehrmitglieder
Rotes Kreuz Bruck an der Leitha: 1 RTW – 3 Sanitäter
API Schwechat: 2 Streifen – 4 Beamte
ASFINAG Parndorf: 1 LKW, 1 Pritsche – 3 Bedienstete
Abschleppunternehmung Franz Kampel GmbH
Entsorgungsunternehmung Herbert Palmetzhofer GmbH