Schwechat

Erstellt am 11. April 2017, 02:41

von Jutta Hahslinger

14-Jähriger prügelte Mann zu Boden. Weil er mit seiner Freundin gestritten hatte, schlug Teenager auf 37-Jährigen ein, sein 16-jähriger Freund half mit.

„Ang’fressen und betrunken“ sei er gewesen, erklärt der 14-Jährige vor Gericht seinen Ausraster.  |  Symbolfoto: www.BilderBox.com

Ein 37-Jähriger wusste am 25. März vergangenen Jahres gar nicht, wie ihm geschah: Nichts Böses ahnend spazierte er im Schlosspark in Schwechat dahin als ihn plötzlich ein Teenager (14) anging und zu Boden prügelte.

Verletzt und von den Schlägen benommen sei er der Forderung „Gib mir dein Geldbörsl!“ nachgekommen, schildert das Opfer vor Gericht. Da sich in der Brieftasche nur fünf Euro befanden, habe sie der Täter wutentbrannt weggeworfen und dann habe dessen Begleiter ebenfalls auf ihn eingetreten. Danach habe ihm das Duo das Handy abgenommen und sei davongestürmt, erinnert sich der Schwechater an das Ende der gewaltsamen Begegnung.

"Ich war wegen meiner Freundin ang’fressen und betrunken"

Der 14-jährige Schüler aus Fischamend gibt die Gewalttat vor Gericht zu: „Ich war wegen meiner Freundin ang’fressen und betrunken“, schildert er und bekennt, dass er seine aufgestauten Aggressionen an dem zufällig vorbeikommenden Spaziergänger ausgelassen habe. Er gibt auch zu, dass sein 16-jähriger Begleiter nicht an dem Raub beteiligt gewesen sei: „Das ist alles auf meinem Mist gewachsen und war spontan, der Raub und die Prügelaktion“, gesteht der Schüler.

„Ja, so war es“, bekennt der 16-jährige Teenager und gibt zu, einmal hingetreten zu haben. Für den Fußtritt kassiert der vorbestrafte Jugendliche eine sechsmonatige Bewährungsstrafe.

Der bislang unbescholtene und geständige Fischamender wird wegen Raubes zu einer bedingten Freiheitsstrafe von sechs Monaten verurteilt und muss ein Antiaggressionstraining absolvieren. Beide Teenager müssen an das Opfer je 2.800 Euro Schmerzensgeld zahlen. Rechtskräftig.