Erstellt am 02. Januar 2016, 11:22

von NÖN Redaktion

60 Brände innerhalb weniger Stunden. Von einem ruhigen Silvester konnte bei den NÖ Feuerwehren keine Rede sein.

 |  NOEN, Symbolbild
Dennoch dürften die Aufrufe, auf Grund der extremen Trockenheit beim Abschuss von Feuerwerken und Böllern in diesem Jahr besonders vorsichtig zu sein, auf fruchtbaren Boden gefallen sein. 60 Mal mussten die Feuerwehren bis drei Uhr früh zu Bränden ausrücken - genau so oft wie im Vorjahr. Die spektakulärsten Zwischenfälle ereigneten sich in Bruck an der Leitha und in Mistelbach. In beiden Städten mussten die Einsatzkräfte mit Hilfe von Drehleitern brennende Dachstühle löschen. In beiden Fällen wurde das Feuer durch fehlgeleitete Feuerwerkskörper ausgelöst. Insgesamt waren in der Silvesternacht 55 Feuerwehren mit 950 Mitgliedern im Einsatz.
 
Das Feuer in einer noch in Bau befindlichen Wohnhausanlage in Mistelbach, brach bereits eine Stunde vor Mitternacht aus. Am Flachdach des Gebäudes dürfte eine Feuerwerksrakete die Styropor- und Kunststoffverkleidung in Brand gesteckt haben. 60 Einsatzkräfte, die auch Atemschutzgeräte und Drehleitern einsetzen mussten, hatten das Feuer rasch unter Kontrolle. Der Brand am Dach eines Altbaues in Bruck an der Leitha brach mitten in der Altstadt aus. Nur dem raschen Einsatz von fünf Feuerwehren und 55 Einsatzkräften war es zu verdanken, dass sich das Feuer nicht weiter ausbreitete.
 
In Bad Fischau im Bezirk Wiener Neustadt ging wiederum eine Garage in Flammen auf, die auch ein abgestelltes Auto schwer beschädigten. In Tribuswinkel, Bezirk Baden, steckte ein Feuerwerkskörper einen Holzstoß in Brand. Die Flammen griffen auf einen Schuppen über, der innerhalb weniger Minuten in Vollbrand stand. Die Feuerwehr war mit den Löscharbeiten fast drei Stunden beschäftigt.
 
Kleinere Waldbrände wurden aus Kranichberg, Gemeinde Kirchberg am Wechsel, und in Alland im Bezirk Baden gemeldet. In beiden Fällen beschränkten sich die Feuer auf wenige Quadratmeter und konnten somit rasch abgelöscht werden.
 
Die restlichen Einsätze beschränkten sich auf brennende Mistkübel, Wiesen, Hecken, Holzzäune und Papiercontainer. Neben den 60 Bränden, ereigneten sich rund um Silvester auch noch 11 Verkehrsunfälle auf Niederösterreichs Straßen.