Erstellt am 09. März 2016, 05:44

von NÖN Redaktion

Spatenstich für Werkstätte der Feuerwehr. In Tulln baut die Feuerwehr ein Servicecenter für Atemschutz.

ZAW-Leiter Mario Glocker, Martin Boyer, Bürodirektor des Landesfeuerwehrkommandos, Landesrat Stephan Pernkopf, Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner und Franz Schuster, Schulleiter der Landesfeuerwehrschule, beim Spatenstich für den Zubau der zentralen Atemschutzwerkstätte in Tulln. Die Kosten für den 400 Quadratmeter großen Bau liegen bei 850.000 Euro.  |  NOEN, Matthias Fischer/NÖLFK
Am vergangenen Freitag war Spatenstich für den 400 Quadratmeter großen Anbau der zentralen Atemschutzwerkstätte (ZAW) in Tulln. Deren Errichtung hatte der Landesfeuerwehrverband (NÖLFV) bereits bei einer Pressekonferenz am 15. Februar gemeinsam mit den Gemeindevertreterverbänden publik gemacht. Nicht nur der Einkauf diverser Gerätschaften, auch deren Servicierung wird künftig zentralisiert.

Der Atemschutz ist bei Brand- und Chemieeinsätzen die Lebensversicherung für Feuerwehrleute. Jeder muss sich darauf verlassen können, dass der am Rücken getragene Pressluftatmer funktioniert. Um das zu gewährleisten und die Kosten für die Feuerwehren zu senken, hat über Initiative von Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner das Land NÖ nun einen Zubau für die im Vorjahr eröffnete zentrale Atemschutzwerkstätte (ZAW) am Gelände der Landes-Feuerwehrschule in Tulln beschlossen. Kostenpunkt: 850.000 Euro.

Einheitlichen Qualitäts- und Sicherheitsstandards

Bereits seit Jänner 2015 bietet der Landesfeuerwehrverband mit der neuen ZAW dieses Service, das ausschließlich den Feuerwehren zugute kommt. Davor mussten sich die Feuerwehren beim Ankauf von Atemschutzgeräten selbst Anbote einholen. Die Pressluftatmer können ab sofort bei der ZAW geordert werden. Zu günstigeren Preisen und mit einheitlichen Qualitäts- und Sicherheitsstandards.

Auch die Grundüberholung (großes Service) der Pressluftatmer ist nun günstiger. Es wird bereits in Tulln angeboten. Derzeit werden etwa die Hälfte aller Feuerwehren von der ZAW betreut. Landesweit stehen 9.500 Pressluftatmer bereit. Nach dem Vollausbau der ZAW können jährlich etwa 900 Atemschutzgeräte in Tulln überprüft werden.