Erstellt am 23. Februar 2016, 05:44

von Mario Kern

Weiterer Imam muss zurück in die Türkei. Ismail Erol muss aufgrund des Islamgesetzes St. Pöltner Moschee verlassen.

Das muslimische Gebetshaus in St. Veit an der Gölsen. Der Imam dieser Einrichtung musste nun wegen des neuen Islamgesetzes Österreich verlassen.  |  NOEN, Gila Wohlmann
Nach Yakup Aynagöz, dem Vorbeter der „Ahi Evran“-Moschee in St. Veit (Bezirk Lilienfeld), muss nun der zweite Imam Österreich verlassen: Ismail Erol arbeitete seit September in der „Osman Pasa“-Moschee in St. Pölten und versah in der Vorwoche zum letzten Mal Dienst in St. Pölten.

Aynagöz und Erol sind zwei von neun Imamen, die für NÖ Moscheenvereine unter dem Dachverband ATIB arbeiten. Damit wird ihr Gehalt zum Teil aus der Türkei finanziert, was nach dem neuen Islamgesetz nicht mehr zulässig ist. Die muslimischen Gelehrten müssen nun in die Türkei zurückreisen, wenn ihr Visum abläuft.

Der nächste davon betroffene Imam sei in Gmünd tätig, weiß Mehmet Isik, Vorsitzender der Islamischen Religionsgemeinschaft für NÖ: „Für viele Gemeinden wird es schwierig, selbst einen Imam anzustellen.“ Die „Osman Pasa“-Moschee behilft sich einstweilen mit einem Zusatz-Imam.