Update am 26. Juni 2016, 16:46

Vermehrt Feuerwehreinsätze nach Unwettern. Aufgrund von starken Unwettern ist es am Samstagabend und in der Nacht auf Sonntag in mehreren Bundesländern zu vermehrten Feuerwehreinsätzen gekommen.

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Nach der großen Hitze hat es am Samstag und in der Nacht auf Sonntag in mehreren Bundesländern teils heftige Gewitter und Unwetter gegeben. In der Steiermark kam es zu kleineren Überschwemmungen und Murenabgängen. In Kärnten mussten eingeschlossene Wanderer über Nacht von Hüttenwirten untergebracht werden. Die Tauernautobahn (A10) wurde in Salzburg von einer Mure getroffen. Verletzte gab es nicht.

Im Burgenland rückten in den Bezirken Oberwart und Neusiedl am See 15 Feuerwehren zu zahlreichen Unwettereinsätzen aus. In Niederösterreich war vor allem der Bezirk Bruck an der Leitha betroffen. Die Feuerwehren hatten mit überschwemmten Kellern und unpassierbaren Straßen zu kämpfen. In Wien verzeichnete die Berufsfeuerwehr rund 100 kleinere Unwettereinsätze.

In Kärnten wurde am Abend die Katschbergstraße (B99) blockiert bzw. ein Seitental der Lieser im Bezirk Spittal/Drau abgeschnitten. Die B99 wurde aus Sicherheitsgründen bis zum Vormittag gesperrt werden. Die im Pöllatal abgeschnittenen Menschen - zum Teil Wanderer - wurden von Hüttenwirten untergebracht.

Im Bundesland Salzburg machte heftiger Regen am Sonntag die A10 im Bereich Knoten Ennstal unpassierbar. Die Abfahrtsrampe Eins Fahrtrichtung Altenmarkt musste zuerst wegen Überflutung gesperrt werden. Als sie später wieder freigegeben wurde, blockierte eine Mure das gleiche Teilstück auf einer Länge von 30 Metern.

Bei der Feuerwehr in Oberösterreich wurden am Samstagabend fast 500 Schadensfälle gezählt. Großflächig kam es zu Stromausfällen - weshalb man zu Hochzeitsfeiern und Festen sogar mit Notstromgeräten ausrücken musste, berichtete das Landesfeuerwehrkommando. Die Bezirke Rohrbach, Schärding, Wels-Land und das Salzkammergut waren am stärksten betroffen.

In Vorarlberg verlegte eine Mure im Kleinwalsertal die Schwarzwassertalstraße. Weil die Straße knapp eine Stunde unpassierbar war, musste eine Wanderin mit dem Rettungshubschrauber geborgen und ins Krankenhaus geflogen werden. Auch in Tirol zogen am Samstag zum Teil heftige Gewitter mit Starkregen und Hagel durch. Die Schäden hielten sich aber im Großen und Ganzen in Grenzen. Die Stubaitalbahn war bis Sonntagvormittag unterbrochen, nachdem mehrere Bäume entlang der Trasse auf die Strecke gestürzt waren und die Oberleitung im Bereich Kreith/Mutters beschädigt hatten. Am Gernkopf in Erpfendorf in rund 1.100 Metern Höhe löste ein Blitzschlag einen kleinen Flächenbrand aus.