Update am 02. Dezember 2016, 19:52

von APA Red

Sturm sorgte für zahlreiche Feuerwehreinsätze!. Sturm hat in der Nacht auf Freitag für zahlreiche Feuerwehreinsätze im südlichen Niederösterreich gesorgt. Betroffen waren vor allem Gemeinden in den Bezirken Neunkirchen, Baden und Mödling.

In Wien hat der Sturm zu 120 Feuerwehreinsätzen geführt. Die Südautobahn war am Freitag-Vormittag bei Wiener Neudorf vorübergehend lahmgelegt, weil ein Lkw-Anhänger im Sturm umgekippt war.

Niederösterreichs Feuerwehrsprecher Franz Resperger berichtete schon in der Früh von bereits etwa 140 Einsätzen im Industrieviertel seit Mitternacht. Er ging davon aus, dass die Zahl noch steigen wird. Aufräumarbeiten würden wohl den ganzen Tag andauern. Sturmböen mit Spitzen von mehr als 100 km/h waren über die Region gefegt.

In Neunkirchen stürzte dem Sprecher zufolge eine etwa 20 Meter hohe Fichte auf ein Einfamilienhaus. Zwischen Seebenstein und Grimmenstein auf der Südautobahn (A2) wurde ein Auto gegen die Leitschiene gedrückt und total beschädigt. Der Lenker blieb glücklicherweise unverletzt. In Gemeinden an der Südbahnstrecke im Bezirk Baden stürzten Bäume u.a. auch auf Autos und in Strom- und Telefonleitungen.

Metallteile fielen von Hausdach

Die FF Maria Enzersdorf teilte mit, dass bei einer Baustelle lose Blechteile vom Dach eines Mehrparteienwohnhauses aus rund 15 Meter herabgefallen waren.

In der Folge mussten die Helfer in der Gemeinde gleich zwei Trampoline sichern, die sich "selbstständig" gemacht hatten und auf eine Straße bzw. auf einen Parkplatz - und dort gegen ein Auto - geweht worden waren. Eine Reklametafel, die umzustürzen drohte, musste entfernt werden. In Wiener Neudorf mussten Helfer u.a. lose Dachteile eines Hauses entfernen.

Die ÖBB berichteten von einer Oberleitungsstörung im Semmering-Gebiet auf niederösterreichischer Seite. Für Fernverkehrszüge wurde ein Schienenersatzverkehr zwischen Mürzzuschlag und Gloggnitz, für den Nahverkehr zwischen Semmering und Breitenstein eingerichtet.

In der Wiener Innenstadt gab es in der Nacht laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) Windspitzen bis zu 98 km/h, diese hatten rund 120 Feuerwehreinsätze zur Folge. Die Einsatzkräfte wurden wegen loser Fensterflügel, umgefallener Motorräder oder auch abgebrochener Äste gerufen. Da es am Freitagvormittag in der Bundeshauptstadt weiterhin stürmisch blieb, ging die Feuerwehr davon aus, dass es bis Mittag noch zu weiteren 60 Einsätzen kommen werde.

Südautobahn lahmgelegt

Am Freitagvormittag wurde die Südautobahn (A2) bei Wiener Neudorf (Bezirk Mödling) vorübergehend lahmgelegt. Ein Lkw-Anhänger war auf der Richtungsfahrbahn Graz im Sturm umgekippt, das Zugfahrzeug quer zum Stehen gekommen. Es bildete sich rasch ein Rückstau bis Wien zurück.

Vor der Bergung des Gespanns mussten die Planen demontiert werden, die dem heftigen Wind eine große Angriffsfläche geboten hatten, berichtete die FF Wiener Neudorf. Der Anhänger wurde letztlich mit zwei Seilwinden wieder aufgestellt.

In Sachen Windgeschwindigkeiten war im Osten Österreichs die Rax Spitzenreiter. Dort erreichte der Sturm auf der Bergstation bis zu 122 km/h. Auf der Wiener Jubiläumswarte waren es bis zu 121 km/h. Stürmisch war es auch auf dem Sonnblick mit 119,9 km/h und dem Buchberg mit 119,5 km/h.