Erstellt am 06. Juni 2016, 12:28

von Claudia Stöcklöcker

Teenie montierte zehn Taferl ab. Zugelassen war Auto eines 18-Jährigen nicht. "Da musste ich improvisieren", sagt er. ST. PÖLTEN / „

 |  NOEN, Symbolbild

"Es macht mir Spaß, mit meinem Auto zu fahren, ich habe aber keinen Führerschein und das Auto ist nicht angemeldet. Da musste ich improvisieren“, erklärt ein 18-Jähriger vor dem Richter, weshalb er in Herzogenburg, St. Pölten und Michelhausen im Bezirk Tulln zehn Kennzeichentafeln mitgehen ließ.

Teenager drohte auch seinem besten Freund

Urkundenunterdrückung wird dem 18-Jährigen nun vorgeworfen im Prozess am Landesgericht St. Pölten. Und auch gefährliche Drohung: „Ich bring dich um, ich brech‘ dir die Knochen, das versprech‘ ich dir“, schrieb der St. Pöltner einem guten Freund via WhatsApp.

Der Freund (22) wiederum ließ das nicht lange auf sich sitzen, konterte mit den Worten „Ich stech‘ dich ab, ich leg‘ dir eine auf. Wegen dir geh ich sogar ins Gefängnis“. Beide erstatteten Anzeige und beide sitzen nun auf der Anklagebank.

„Massive Worte“, meint der Richter zu den Äußerungen. Die Angeklagten winken ab. „Bei uns im Freundeskreis sind Beschimpfungen normal. Jetzt sind wir wieder gut miteinander“, erklären sie. „Die Angeklagten kennen einander aus der Bahnhofsszene“, meint ein Polizist dazu.

Der Richter spricht die Burschen im Sinne der Anklage schuldig und verhängt über sie drei sowie sechs Monate Bewährungsstrafe. Die Urteile sind nicht rechtskräftig.