Update am 20. März 2017, 15:14

von APA Red

NÖ Polizei und Heer schützen kritische Infrastruktur. Polizei und Bundesheer in Niederösterreich üben den Schutz kritischer Infrastruktur. Von 21. bis 23. März steht "Aida 2017" in den Bezirken Gänserndorf und Korneuburg auf dem Programm. Eingebunden ist auch das Rote Kreuz.

APA/HANS PUNZ

Insgesamt werden rund 300 Soldaten des Militärkommandos NÖ und etwa 100 Beamte der Landespolizeidirektion NÖ an der Übung teilnehmen. Zudem werden gepanzerte Fahrzeuge des Bundesheeres sowie Hubschrauber der Polizei und des Militärs im Einsatz sein.

Die Übung basiert der Aussendung zufolge auf einer fiktiven Gefährdungslage, die sich gegen kritische Infrastruktur richtet. In diesem Fall koordiniert und regelt die Landespolizeidirektion NÖ den vorbeugenden Schutz und die damit zusammenhängende Abwehr gefährlicher Angriffe und sonstiger Aufgaben zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe, Ordnung und Sicherheit.

Personenkontrollen und Verkehrsbehinderungen möglich

Das Bundesheer wird zur sicherheitspolizeilichen Assistenzleistung angefordert. Wie schon bei der "Schutz16-NÖ" vor einem Jahr in den Bezirken Melk und Amstetten werden den Soldaten sicherheitspolizeiliche Aufgaben und Befugnisse übertragen.

Polizei und Bundesheer verwiesen in der Aussendung auch darauf, dass es im Bereich der Übungsobjekte Pharma Logistik Austria in Groß Enzersdorf, Industriestraße 14, und Phoenix Arzneiwarengroßhandlung Gmbh in Hagenbrunn, Dietersdorfer Straße 10-18, während "Aida 2017" zu Anhaltungen, Personenkontrollen und kurzfristigen Verkehrsbehinderungen kommen kann. Durch den Einsatz der Hubschrauber müsse auch mit erhöhter Lärmentwicklung gerechnet werden.

Behördenauftrag offiziell übergeben

Am 20. März fand in der Landespolizeidirektion Niederösterreich die offizielle Übergabe des Behördenauftrages für die Übung statt. Landespolizeidirektor Franz Prucher übergab gemeinsam mit seinem Stellvertreter Generalmajor Franz Popp und dem behördlichen Einsatzleiter der Übung "AIDA 2017", Roland Scherscher, den Behördenauftrag an den NÖ Militärkommandant Brigadier Martin Jawurek sowie den Kommandanten des Aufklärungsbatailion 3, Oberst Hans-Peter Hohlweg.

Landespolizeidirektor  Franz Prucher und NÖ Militärkommandant Martin Jawurek  |  LPD NÖ/D. Höller

Prucher betonte: "Die professionelle Zusammenarbeit zwischen dem Österreichischen Bundesheer und der Polizei ist wichtig, um auch in einem Krisenfall langfristig die Sicherheit und die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung zu garantieren und mit schnellstmöglicher Kooperation den Einsatz zu bewältigen."

Jawurek bestätigte: "Durch die umfangreiche Übung auf Ebene der Landespolizeidirektion und des Militärkommandos Niederösterreich können wir die Zusammenarbeit vertiefen, um uns so auf einen möglichen Einsatz zum Schutz der inneren Sicherheit vorzubereiten.“

Franz Popp, Andreas Pollascheck, Brigadier Ferdinand Zuser,  Roland Scherscher, Landespolizeidirektor Franz Prucher, NÖ Militärkommandant Martin Jawurek, Karl  Edlinger, Hans-Peter Hohlweg, Werner Suez.  |  LPD NÖ/D. Höller