St. Pölten

Erstellt am 05. Juli 2017, 11:09

von NÖN Redaktion

Vom NAW zum NEF: Rotes Kreuz zieht positive Bilanz. Per 1. Juli 2017 ist die Umstellung von Notarztwagen (NAW) auf Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) abgeschlossen. Außerdem kommt der mit Jahresende unterschriebene Vertrag zum neuen Notarztwesen nun voll zum Tragen. Mit diesem Stichtag werden vom Roten Kreuz Niederösterreich 17 der insgesamt 32 Notarztstandorte mit Ärzten besetzt.

Das Rote Kreuz Niederösterreich zieht positive Bilanz: Landesgeschäftsführer Peter Kaiser, Abteilungsleiter Einsatzdienste Michael Sartori, Notärztekoordinator Christoph Rötzer, Präsident Josef Schmoll und Landesrettungskommandant Werner Kraut mit dem nun flächendeckend im Einsatz befindlichen Notarzteinsatzfahrzeug. Foto: RK NÖ/M. Hechenberger  |  Rotes Kreuz NÖ/M. Hechenberger

„Beide Umstellungen – auf das Notarztwesen neu sowie der Tausch von NAWs auf NEFs – wurde entsprechend unserem Zeitplan mit 30. Juni 2017 erfolgreich abgeschlossen“, erklärt Josef Schmoll, Präsident des Roten Kreuzes Niederösterreich. „Damit haben wir einen wichtigen Schritt in die Zukunft gemacht. Das für uns aber wichtigste Thema ist und bleibt: die Versorgungssicherheit für die Niederösterreicher.“

„Mit 1. Juli haben wir rund 270 Notärzte, die an den von uns zu planenden 17 Notarztstandorten gebraucht werden, im Einsatz. Diese Ärzte sind zum Teil freiberufliche Ärzte, Wahlärzte oder arbeiten bei Krankenhausbetreibern wie der NÖ-Landesklinikenholding und sind im Rahmen des Notarztwesens freiberuflich für das Rote Kreuz Niederösterreich tätig“, erläutert Rot-Kreuz-Notärztekoodinator Christoph Rötzer.

Umstellung seit Jahresanfang 2016

„Die Fahrzeuge selbst wurden seit Anfang 2016 kontinuierlich umgestellt, mit 1. Juli sind somit in ganz Niederösterreich ausschließlich Notarzteinsatzfahrzeuge im sogenannten Rendezvous-System mit Rettungswagen im Einsatz“, so Landesrettungskommandant Werner Kraut. „Das heißt, dass zu jedem gemeldeten Notfall das nächste NEF und der nächste Rettungswagen entsandt werden.“

Als letzte Notarztwagen-Standorte wurden nun auch St. Pölten, Mödling und Krems mit dem kleineren, wendigen Fahrzeug ausgestattet. „Auch diese Umstellung konnte planmäßig abgeschlossen werden“, meint Schmoll. „Was jetzt noch bleibt sind die Umstellung einzelner älterer NEFs auf die neuen Fahrzeuge und kleinere Materialanpassungen, die je nach Notwendigkeit durchgeführt werden.“

Beim NEF handelt es sich um einen PKW mit Sondersignaleinrichtung (Blaulicht und Folgetonhorn), der von einem Notfallsanitäter gelenkt und mit eine, Notarzt besetzt ist. Die für die Patientenversorgung notwendigen Materialien und Geräte werden mitgeführt. Ein Großteil der Notfallsanitäter wird von freiwilligen Mitarbeitern gestellt.