Erstellt am 22. Juli 2016, 10:41

Hagelversicherung: 1 Million Euro Gesamtschaden in NÖ. Die Unwetter mit Hagel am Donnerstag verursachten in der heimischen Landwirtschaft schwere Schäden.

Österreichische Hagelversicherung VVAG

Am Donnerstag-Abend trafen erneut schwere Hagelschläge die Landwirtschaft. Neben dem Bezirk Gmünd war der Großraum Waidhofen a.d. Thaya massiv betroffen. Geschädigt wurden vor allem Ackerkulturen und das Grünland - betroffen ist eine rund 3.500 Hektar große Fläche.

Der Gesamtschaden beläuft sich dabei auf über 1 Million Euro.

Die Österreichische Hagelversicherung bittet alle betroffenen Landwirte, ihre Schäden online unter www.hagel.at zu melden.

Gewittrige Wetterphase hält an

Die kräftigen Gewitter kündigten die ausgesprochen gewittrige Wetterphase der kommenden Tage an. Über ganz Österreich verteilt wurden vom Blitzmessnetz des Wetterdienstes UBIMET rund 41.700 Blitze registriert. Die nächsten Tage gehen gewittrig weiter, auch Unwetter sind stellenweise wieder zu befürchten.

Im nördlichen Waldviertel sowie im Bereich des Wechsels waren - wie berichtet - ebenfalls heftige Gewitter dabei: „In Mönichkirchen im südlichen Niederösterreich kamen binnen kurzer Zeit 70 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen. Das entspricht fast der Hälfte der durchschnittlichen Regenmenge im Juli“, sagt UBIMET-Meteorologe Josef Lukas.

Blitzreichster Ort Reingers im Waldviertel

Das Blitzmesssystem von UBIMET registrierte am Dienstag österreichweit exakt 41.690 Blitzentladungen. „Am öftesten, insgesamt 13.349 Mal, blitzte es in der Steiermark, gefolgt von 11.709 Entladungen in Kärnten“, sagt Lukas. Mit knapp 17 Blitzen pro Quadratkilometer war die Gemeinde Reingers im Bezirk Gmünd der blitzreichste Ort Österreichs. Der stärkste Blitz wurde hingegen in Kleinarl in Salzburg registriert, dieser brachte es auf eine Stromstärke von 131.000 Ampere.

Anhaltende Gewittergefahr

Am Wochenende muss man weiterhin mit zahlreichen Regenschauern und Gewittern rechnen. Zum Teil fallen diese ausgesprochen heftig aus mit enormen Regenmengen in kurzer Zeit, teils stürmischen Böen und kleinem Hagel. Damit muss man neuerlich mit kleinräumigen Überflutungen und Vermurungen rechnen. Möglich sind sie überall und teils von der Früh weg, dazu ist es bei 21 bis 30 Grad drückend schwül. Länger sonnig und trocken bleibt es am ehesten von Oberösterreich bis ins Nordburgenland sowie in der südöstlichen Steiermark.