Erstellt am 26. Juli 2016, 11:42

Kleinkind auf dem Weg der Besserung: Polizei ermittelt. 22 Monate altes Mädchen wurde in Linzer Spital von Intensivstation auf interne Abteilung verlegt - Untersuchungen auf Drogen negativ

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Das Kleinkind, das am Montag mit Vergiftungserscheinungen in ein Linzer Spital geflogen wurde, befindet sich "auf dem Weg der Besserung". Das teilte Clemens Kukacka, Sprecher des Kepler Universitätsklinikums, am Dienstag auf Anfrage mit. Das 22 Monate alte Mädchen wurde von der Intensivstation auf die interne Abteilung verlegt. "Untersuchungen auf Drogen sind negativ verlaufen", so Kukacka.

Kinder weiter unter Beobachtung

Der Zustand des Mädchens sei stabil, sagte der Sprecher. Nach den aktuell vorliegenden Untersuchungsergebnissen könne man Drogen als Ursache für die Vergiftungserscheinungen ausschließen. "Das Kind wird weiter beobachtet, weitere Untersuchungen folgen", teilte Kukacka mit.

Das Mädchen hatte beim Krabbeln an einem Strand an der Ybbs in Günzing in der Gemeinde Ferschnitz (Bezirk Amstetten) an einer Alufolie geleckt. In einer ersten Abklärung waren die Ärzte davon ausgegangen, dass sich auf der Folie Reste von LSD oder Kokain befunden haben dürften.

Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung

Die NÖ Polizei ermittelt nach Vergiftungserscheinungen bei einem 22 Monate alten Mädchen wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung. Das Kleinkind aus dem Bezirk Scheibbs hielt laut Angaben der Mutter bei einem Spaziergang am Nordufer der Ybbs nahe der Ybbsbrücke in Günzing plötzlich eine Silberfolie in den Händen, die es abschleckte.

Die 31-Jährige nahm ihrer Tochter die Folie sofort aus der Hand und versuchte noch, die Substanz aus dem Mund des Kindes herauszubekommen, berichtete die Landespolizeidirektion am Dienstag. Dies blieb jedoch ohne Erfolg. Das Mädchen wurde am Montag gegen 9 Uhr mit Vergiftungserscheinungen in das Landesklinikum Scheibbs gebracht und in Folge mit dem Notarzthubschrauber nach Amstetten und danach weiter in das Kepler Universitätsklinikum nach Linz geflogen.

Am Montag haben bereits erste Befragungen stattgefunden. Hinsichtlich der bisher unbekannten Substanz seien die Erhebungen noch im Gange, teilte die Landespolizeidirektion mit. Es dürfte sich den ersten Befunden zufolge nicht um Suchtmittel handeln. Sachdienliche Hinweise werden an die Polizeiinspektion Neumarkt an der Ybbs (Tel. 059133-3139) erbeten.