Erstellt am 23. März 2016, 13:34

von Gila Wohlmann

Verschärfte Kontrollen am Flughafen Schwechat. Heimische Exekutive verstärkt Mannschaft am Flughafen. „Keine aktuelle, aber abstrakte Gefahr“, so die Begründung.

 |  NOEN, APA
„Derzeit gehen wir von keiner aktuellen Bedrohung aufgrund der Vorfälle in Brüssel für den Flughafen Wien-Schwechat aus, aber von einer seit Monaten abstrakten Gefährdungssituation seit den Anschlägen in Paris. Unsere Präsenz wird natürlich aufgrund der jüngsten Ereignisse erhöht  und die Kontrollen werden intensiviert“, bestätigt Oberst Markus Haindl von der Landespolizeidirektion NÖ.

Über Höhe der Polizeimannschaft, die derzeit für den Flughafen-Wien zusätzlich abgestellt wird, möchte die Exekutive derzeit aufgrund von ermittlungstaktischen Gründen keine Auskunft geben.

Bei den Anschlägen im Brüsseler Flughafen und in einer U-Bahn-Station im Europaviertel sind mehr als 30 Menschen getötet worden, rund 250 weitere wurden verletzt.

Sicherheitsvorkehrungen erhöht

Vonseiten des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung hieß am Dienstag auf NÖN-Nachfrage, dass zwar die Sicherheitsmaßnahmen aus aktuellem Anlass grundsätzlich erhöht und die eingesetzten Beamten sensibilisiert wurden, dies aber bereits seit Monaten in Österreich, so auch am Flughafen und in der Bundeshauptstadt, der Fall sei.

Es gebe derzeit keine konkreten Hinweise, die darauf schließen lassen würden, dass in Österreich Ähnliches wie in Brüssel geplant sei. Man sei aber dennoch besonders wachsam.

Fakt ist: Auch das Schwechater Stadtpolizeikommando ist zur Stunde mit den verschärften Maßnahmen beschäftigt, führende Beamten "befinden sich derzeit in einem Sitzungsmarathon". 

x  |  NOEN, GEORG HOCHMUTH (APA)


Am Dienstagnachmittag soll die Zugstation Wien-Schwechat für rund 45 Minuten aufgrund eines unbeaufsichtigten Gepäckstückes gesperrt gewesen sein. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich diese Meldung via Facebook. Polizeisprecher Markus Haindl stellt fest, dass man „natürlich gerade jetzt laufend verdächtigen Wahrnehmungen nachgehe sowie Kontrollen vornehme und es dadurch immer wieder zu zweitweisen Absperrungen gewisser Bereiche kommen kann.“

Keine Flüge nach Brüssel

Der Flughafen Zaventem in Brüssel blieb am Mittwoch weiterhin gesperrt. Aus diesem Grund konnten keine Flugverbindungen von und nach Brüssel durchgeführt werden. 

Auch am Donnerstag wird die AUA die belgische Hauptstadt noch nicht anfliegen. "Wir streichen alle Flüge", sagte eine AUA-Sprecherin am Mittwochvormittag.

Die Absage betrifft jeweils drei Flüge Wien-Brüssel und retour. Am Flughafen in Brüssel war nach einem Attentat Dienstagfrüh auch Infrastruktur zerstört worden. Das lasse noch keine Passagierabfertigung zu, hieß es. Der Flughafen Brüssel war nach den Anschlägen gestern früh gesperrt worden.

Gratis Storno bis 28. März

Nach dem Terroranschlag auf den Flughafen in Brüssel hat der deutsche Lufthansa-Konzern - und damit auch die österreichische Tochter AUA (Austrian Airlines) - am Dienstag alle Flüge von und nach Brüssel gestrichen. Bis zum 28. März gibt es kostenlose Umbuchungsmöglichkeiten oder Storno.