Erstellt am 08. März 2016, 13:19

Vom Humanitären Völkerrecht bis zum Sicherheitstraining. Zum zweiten Mal fand heuer niederösterreichweit der Tag des Jugendrotkreuzes statt.

JRK-Schulsprecherinnen Nathalie Karas, Katharina Svec, Natasa Nestorovic und Günter J. Stummer  |  NOEN, ÖJRK/Hasenberger

Insgesamt 10 Schulen in Niederösterreich nutzten den Tag, um besondere Aktionen zu starten und einen tieferen Einblick in die Vielfalt des Roten Kreuzes zu geben. So gab es beispielsweise in Gänserndorf alles vom Humanitären Völkerrecht bis hin zur Sicherheit im Straßenverkehr, an einer Schule in Hollabrunn lag der Schwerpunkt auf der Willkommenskultur für Flüchtlingskinder und in Tulln auf der Geschichte von Rotkreuz-Gründer Henry Dunant.

Nach der gelungenen Premiere im letzten Jahr, standen heuer spannende Themen auf dem bunten Programm des zweiten Tages des Jugendrotkreuzes. „Unser Ziel ist es, den Kindern und Jugendlichen die Tätigkeiten des Jugendrotkreuzes und des Roten Kreuzes näher zu bringen“, erklärt Landesgeschäftsführerin Elisabeth Ebner-Fenz, ÖJRK NÖ. „An diesem Tag haben wir die Möglichkeit, an den Schulen noch zusätzlich zu unserer laufenden Tätigkeiten im Rahmen des Jugendrotkreuzes die Arbeit unserer ÖJRK-SchulreferentInnen vorzustellen – und auch die Hintergründe der Rotkreuz-Tätigkeit zu beleuchten.“

x  |  NOEN, ÖJRK/Svec

So gab es beispielsweise für alle Schülerinnen und Schüler der Oberstufe des Konrad-Lorenz-Gymnasiums in Gänserndorf einen zweistündiger Workshop zum Thema „Humanitäres Völkerrecht“, der vom Leiter der internationalen Zusammenarbeit im ÖJRK-Generalsekretariat, Günter J. Stummer, abgehalten wurde. Neben einer Einführung in die rechtlichen Grundlagen sprach der Gastreferent auch über die aktuelle Flüchtlingssituation und versuchte, die ZuhörerInnen für diese komplexe Thematik sowie ihre Entstehung und möglichen Konsequenzen zu sensibilisieren. Am Ende zeigten sich sowohl SchülerInnen als auch LehrerInnen begeistert, erschüttert und überrascht über die Informationen als auch über die Eindrücke, die sie durch die Erlebnisberichte von Günter Stummer gewinnen konnten.
 
Am BG/BRG Tulln wurde der Tag so verschieden und vielfältig begangen wie das JRK selbst – im Deutschunterricht wurden die Kinder-Menschenrechte erarbeitet, in Französisch der Film „Henry Dunant – Du rouge pour la Croix“ angesehen und analysiert. Auch der Skikurs mit JRK-Lehrer Johannes Poyntner kam am JRK nicht vorbei: Wenn die SchülerInnen nicht gerade die Initialen des JRK in den Schnee geformt haben, probierten sie ihre frisch erworbenen Verbandskünste mit viel Eifer an den Begleitlehrern des Skikurses aus - sehen Sie selbst!
 
Als drittes Beispiel – um nur einige zu nennen – wurde in Hollabrunn der Aktionstag im Zentrum für Inklusiv- und Sonderpädagogik ganz dem Thema Erste Hilfe gewidmet und an der Volksschule Hollabrunn Koliskoplatz hieß es „Willkommen“ in 19 Sprachen. Damit wollten die LehrerInnen besonders die Vielfalt an Sprachen, die an dieser Schule gesprochen werden, hervorheben.
 
„Diese rege Beteiligung mit einem so umfangreichen wie bunten Programm freut uns natürlich besonders“, meint Ebner-Fenz. „Das Feedback von den Lehrkräften wie auch den SchülerInnen ist großartig – und ich bin sicher, im kommenden Jahr sind wieder einige mehr dabei.“