Marchegg

Erstellt am 25. April 2017, 02:49

von Jutta Hahslinger

Zehn Kilo Crystal Meth verkauft. Als Familiengeschäft legte Slowake seine Drogendeals an und spannte dafür auch seinen Sohn ein. Jetzt wurden sie verurteilt.

Rund zehn Kilogramm Drogen brachten die Dealer in Breitensee, Hainburg, Schwechat und Wien unters Volk.  |  Symbolfoto: APA/dpa/Christian Charisius

Im Sommer vergangenen Jahres mietete der Slowake (46) Roland T. in Breitensee im Bezirk Gänserndorf ein Einfamilienhaus an und installierte dort eine Drogenzentrale: Der siebenfache Vater organisierte den Ankauf der synthetischen Droge „Piko“, hergestellt in der Slowakei, schmuggelte er die heiße Ware mit angeheuerten Kurieren nach Österreich ins Marchfeld und von dort ging es in den Verkauf.

Selbst seinen 23-jährigen Sohn David spannte Roland T. neben einigen Landsmännern mit einschlägiger Schmuggelerfahrung für seine Drogengeschäfte ein. An die zehn Kilogramm Piko, besser als Crystal Meth bekannt, fanden in Breitensee, Hainburg, Schwechat und Wien ihre Abnehmer.

"Ob fünf oder zehn Kilogramm, bei ihm bekommt man alles"

Am 17. November vergangenen Jahres klickten dann für Roland T., Sohn David und Helfer Branislav D. (43) die Handschellen. Staatsanwältin Daniela Temsch sah in Roland T. den Kopf der Organisation: „Es ist kein Geheimnis, dass Piko in der Slowakei hergestellt wird und Drogen-Clans am Werk sind. Der Hauptangeklagte soll in der Szene den Ruf des größten Dealers in Europa haben. Ob fünf oder zehn Kilogramm, bei ihm bekommt man alles“, erzählt ein Zeuge.

Dementsprechend fallen auch die Urteile aus: Roland T. wird zu sieben Jahren Haft, Sohn David zu vier Jahren hinter Gittern und Helfer D. zu fünf Jahren unbedingt verurteilt. Rechtskräftig.