Erstellt am 21. März 2017, 02:47

von Teresa Sturm

In kürzester Zeit ans berufliche Ziel . Cornelia Bartholner ist mit nur 28 Jahren die jüngste Wirtschaftsprüferin Österreichs.

 |  Deloitte

Wirtschaftsprüfung verbindet man im ersten Moment mit trockenen Bilanzen und ewiglangen Zahlenreihen. Mit Cornelia Bartholner ist jedoch jedes Klischee sofort vergessen. Denn wenn sie über ihre Arbeit spricht, hört man die Leidenschaft dafür heraus.

Die Bisambergerin, Bezirk Korneuburg, ist mit 28 Jahren Österreichs jüngste Wirtschaftsprüferin. „Bei mir hat es sich schon in der Schule abgezeichnet, dass Zahlen meines sind“, so Bartholner.

Nach Abschluss der Handelsakademie machte sie das Bachelor-Studium „Unternehmensführung bilingual“ an der FH Wien. Den Master schloss Bartholner ebenda in „Management und Controlling“ ab.

Neben dem Studium arbeitete sie immer. „Das ist das Tolle an den Fachhochschulen“, so Bartholner. So sammelte sie auch rasch die drei Jahre Berufserfahrung bei einer Steuerberaterfirma, die man für die Steuerberaterprüfung braucht. Diese legte sie mit nur 25 Jahren ab. „Bis dahin war ich auch immer in der Steuerberatung tätig und ich dachte, damit ist es jetzt gut“, so die Weinviertlerin.

"Ich bin da echt reingewachsen“

Nachdem die Steuerberaterfirma, in der sie tätig war, sie aber nicht übernehmen konnte, nahm sie eine Vollzeitstelle bei Deloitte an. „Ich dachte, ich versuche das mal, und ich bin da echt reingewachsen“, so Bartholner.

Bei oft langen Arbeitstagen braucht Bartholner auch einen Ausgleich: „Dass sich der Sport zeitlich ausgeht, ist für mich wichtig.“ Dafür zieht es sie auch oft aufs Land. Ihre Eltern wohnen direkt am Bisamberg neben dem Wald. „Für immer Stadt kann ich mir nicht vorstellen, langfristig möchte ich schon wieder draußen wohnen“, plant Bartholner.

Von der klassischen Assistenz habe sie sich im Unternehmen inzwischen hochgearbeitet. Dass man von Anfang an zu Besprechungen mit Klienten mitgeht, dort gleich Probleme löst und überall Einblicke bekommt, begeisterte die 28-Jährige. „Mittlerweile bin ich weniger beim Operativen tätig, sondern ich organisiere die Prüfungen. Ich sorge dafür, dass der Rahmen da ist und bin da mehr in der leitenden Position“, freut sich Bartholner über mehr Verantwortung.

Auch für die Zukunft hat sie schon Pläne: „Ich will auf jeden Fall Erfahrung im Ausland sammeln!“

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