Erstellt am 12. Juli 2016, 15:27

von Thomas Jorda

Zugleich Herzog und Markgraf.

Leopold IV. auf einem Glasfenster im Brunnenhaus von Stift Heiligenkreuz, um 1290.  |  Archiv

Kurze Regentschaft.

Der Nachfolger des später heiliggesprochenen Markgrafen Leopold III. regierte nur kurz. Leopold IV., später „der Freigiebige“ genannt, wurde um 1108 geboren. Er war jünger als seine Brüder Adalbert und Heinrich, trat dennoch aber 1136 die Nachfolge seines Vaters an, wohl nicht ohne Streit mit den Brüdern. Doch Genaueres wissen wir nicht. Markgraf Leopold IV. errang jedenfalls als Leopold I. 1139 auch die Herzogswürde von Bayern, wahrscheinlich mit Hilfe seines Bruders Otto, der Bischof von Freising war.

Plötzlicher Tod.

Leopold IV. übergab die Wiener Pfarre St. Peter an die Diözese Passau, die ihm wiederum die im Bau befindliche Pfarrkirche St. Stephan, den späteren Stephansdom, überließ. In seine Herrschaftszeit fiel auch die Gründung des Stiftes Zwettl durch die Kuenringer. Als Herzog von Bayern war Leopold umstritten. Als er das Land verlassen musste, starb er überraschend am 18. Oktober 1141 im deutschen Kloster Niederalteich. Er wurde im Stift Heiligenkreuz, der Gründung seines Vaters, begraben. Da er keine Erben hatte, folgte ihm sein Bruder Heinrich als Markgraf von Österreich und Herzog von Bayern.   Thomas Jorda
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