Amaliendorf-Aalfang

Erstellt am 23. Januar 2018, 01:53

von Verena Randolf

Laura Kamhuber: Junge Frau mit starken Nerven.

Sängerin Laura Kamhuber lebt in Amaliendorf im Waldviertel.   |  Fuchsjäger

„Das mit der Musik“, sagt Sängerin Laura Kamhuber, „kann von einem Moment auf den anderen vorbei sein.“ Deswegen, so die 18-Jährige, sei es ihr wirklich wichtig, eine zweite Option zu haben, einen Plan B, falls alle Stricke reißen. Aus diesem Grund sieht man die junge Amaliendorferin im Moment nur selten auf der Bühne. Im Mai steht die Matura an und die Prioritäten sind klar gelegt: Prüfungen gehen vor Auftritten.

Was nach der Reifeprüfung passiert, kann die Volksmusikerin, die 2010 zum ersten Mal auf sich aufmerksam machte, als sie in der NÖN-Talente-Show den zweiten Platz belegte und später unter anderem durch Auftritte im Musikantenstadl landesweite Berühmtheit erlangte, noch nicht sagen. „Ich will vielleicht ein halbes Jahr ins Ausland und dann studieren“, überlegt sie. Allzu sehr ins Detail gehen ihre Zukunftspläne im Moment aber noch nicht. „Wenn das mit der Musik klappen würde, wäre ich natürlich sehr glücklich“, sagt sie, „wenn ich hauptberuflich singen könnte.“

Als Kind wäre Kamhuber am liebsten Tierärztin geworden. Zwar hatte sie ihren ersten Gesangsauftritt bereits mit drei Jahren im Pflegeheim der Urgroßmutter, konkret wurde der Wunsch, auf der Bühne zu stehen, erst mit elf. „Damals habe ich am Kiddy Contest teilgenommen, danach wurde ich immer öfter für Veranstaltungen gebucht.“

Ihren ersten großen Auftritt legte die Waldviertlerin vor einem 2.000-Leute-starken Publikum hin. Nervös sei sie damals nicht sonderlich gewesen, erinnert sich die Schülerin. „Mit elf denkst du nicht darüber nach, wie sehr du dich eigentlich blamieren könntest“, lacht sie.

Seitdem ist einiges passiert. Zahlreiche Auftritte vor Tausenden von Menschen. Dazu auch mal Texthänger oder Technikausfälle: „Wenn du dann auf der Bühne stehst und es wird still, weil die komplette Tonanlage nicht mehr funktioniert, dann ist das schon sehr unangenehm.“ Aber Kamhuber ist nicht auf den Mund gefallen. Ihr Notfallprogramm? „Einmal zum Beispiel habe ich mit den Leuten a cappella ‚Volare’ angestimmt.“ Das junge Show-Talent lässt sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen. Nervös sei sie aber nach wie vor – sowohl vor ihren Konzertauftritten als auch vor den Prüfungen.

Zwei Termine absolviert die 18-Jährige noch vor der Matura in Niederösterreich: am 13. 2. bei „Narrisch drauf – mitten drin“ in Waidhofen/Thaya und am 13. 4. bei der „Frühlingsnacht des Schlagers“ in Schrems.