Eichgraben

Erstellt am 13. Februar 2018, 01:39

von Verena Randolf

Matthias Euba: Ein Bayer im Wienerwald.

ORF-Moderator Matthias Euba lebt seit acht Jahren in Eichgraben.  |  ORF

Wenige Tage, nachdem Matthias Euba 1989 seine Wohnung in Wien-Landstraße bezogen hatte, fiel in Berlin die Mauer. Der gebürtige Bayer hatte gerade seine Zelte in der deutschen Bundeshauptstadt abgebrochen, um in Wien zu studieren und musste nun das historische Ereignis auf einem kleinen schwarz-weiß Fernseher verfolgen, anstatt live dabei sein zu können. „Da könnte ich mich heute noch in den Hintern beißen“, lacht der ORF-Mann, der jeden Samstag die Wissenschaftssendung „Newton“ moderiert.

Seine Entscheidung, nach Österreich zu kommen, bereut der 50-Jährige dennoch nicht. Auch wenn er sich anfangs an einige Dinge gewöhnen musste, die doch anders waren als zuhause: „Das ‚Guten Tag’ zum Beispiel, Das habe ich anfangs gar nicht verstanden, wo doch in Bayern der „Guten Tag“-Wünschende sich defintiv als „Preiß“ outet, also schwer piefkinesisch ....“, schmunzelt er.

"Da bin ich eher zufällig gelandet“

Nach mehreren Jahren in Wien lebt Matthias Euba nun seit acht Jahren in Eichgraben: „Da bin ich eher zufällig gelandet“, erzählt er. „Ich war auf der Suche nach einer neuen Behausung, wollte ein bisschen ins Grüne, nachdem ich lange in der Stadt gewohnt habe. Und da sprang mir im Internet was ins Auge, wo ich mir dachte: ‚Hui, das schaut aber sehr nett aus, das sollte ich mir anschauen!’ Gedacht, gesagt, getan. Da bin ich nun seit acht Jahren und fühle mich pudelwohl.“

Was Euba an seinem neuen Zuhause besonders schätzt: „Die Natur! Das Leben in den sanften Hügeln des Wienerwalds, das hat für mich einen ungeheuren Wert.“ Ich gehe viel laufen, Mountainbiken, Schneeschuhwandern oder sitze einfach nur im Garten. Egal zu welcher Jahreszeit: Diese Natur, die Stille, die Luft ... ich kann es mir ohne eigentlich nicht mehr vorstellen, so sehr habe ich das lieb gewonnen.“

Zum Arbeiten fährt der Journalist allerdings nach wie vor nach Wien. Die Moderation der Wissenschaftssendung, die er seit sechs Jahren macht, sei für ihn eine sehr schöne Aufgabe: „Die Tatsache, komplizierte Sachverhalte, Vorgänge, die eigentlich nur Menschen verstehen, die als Wissenschaftler arbeiten, verständlich machen zu können. Wenn es dann Forschungsgebiete betrifft, die ich persönlich besonders spannend finde, zum Beispiel die Hirnforschung, dann ist das natürlich besonders schön für mich.“

Zu sehen: Immer samstags um 18.25 Uhr auf ORF1.