Erstellt am 19. Juli 2017, 04:42

von Verena Randolf

Inka Pieh: Ein Leben voller Extreme. Zwölf Monate nachdem Inka Pieh 900 Kilometer durch Österreich gelaufen war, stieg sie innert vier Tagen auf den Kilimandscharo.

 |  Ö3/ Walter Dunger

Ein knappes Jahr Regeneration hatte sie einberechnet nach der 27-tägigen Lauftour, bei der sie täglich im Durchschnitt 35 Kilometer rennend zurückgelegt hatte. Allein und mit Rucksack, in dem außer einer Wechselgarnitur Gewand und den nötigsten Medikamenten nicht viel Platz hatte.

Zur Extremsportlerin wurde die Ö3-Nachrichtenredakteurin nach ihrem ersten Marathon. „Als ich damals die 42 Kilometer hinter mir hatte, dachte ich mir: ‚Was? Das war‘s schon?‘“. Die Radio-Macherin lacht.

Seit vier Jahren lebt die gebürtige St. Pöltnerin wieder in Niederösterreich, in der Nähe von Krems. „Ich bin ein typischer Stadtflüchtling“, sagt sie. „In Wien, wo ich nach dem Studium eine Zeit lang gelebt habe, habe ich es nicht geschafft, mir Ruheoasen aufzubauen und ich hab‘ die Natur gebraucht. Mein Arbeitsalltag ist stressig, der Job manchmal turbulent“, meint sie, „und am Land gelingt es mir leichter, abzuschalten.“ Nun lebt Pieh wieder nahe ihrer Familie – ihre Eltern, erzählt sie, seien Ärzte mit Wurzeln in Polen und in der Slowakei (was den außergewöhnlichen Nachnamen erklärt) und hätten ein Faible für ungewöhnliche Vornamen und eine gute Portion Humor: Inkas Schwester nämlich heißt Maya.

Nachrichten für mehr als 2,5 Millionen Hörer

Dem kommenden Wahlkampf sieht die Nachrichtensprecherin mit großer Vorfreude entgegen: „Wahlen sind immer eine besondere Herausforderung, aber ich mag das. Am Wahltag nicht arbeiten zu dürfen, ist für mich fast wie eine Bestrafung“, lacht sie.

Ihre Arbeit beim größten Radiosender des Landes bezeichnet die 29-Jährige als Traum-Job. „Nachrichten waren von Kindheit an Teil meines Lebens“, erzählt sie. „Meine Eltern waren schon als ich klein war das, was man heute als ‚News-Junkies‘ bezeichnen würde.“

Nun gestaltet sie selbst die Nachrichten für mehr als 2,5 Millionen Hörer österreichweit. „Was mir an dieser Arbeit besonders gefällt, ist, dass jeder Tag anders ist. Die Welt dreht sich ja permanent, es gibt immer neue Nachrichten, es kann immer etwas Unerwartetes passieren. Das mag ich sehr.“