Erstellt am 16. Mai 2017, 02:15

von Verena Randolf

Monica Weinzettl: Schmerzhafter Ausstieg.

Kabarettistin Monica Weinzettl lebt seit 18 Jahren in Purkersdorf. Wäre sie bei den „Dancing Stars“ ins Finale gekommen, hätte sie ihre Paraderolle „Frau Knackal“, mit der sie in den späten 90ern berühmt wurde, noch einmal auferstehen lassen.  |  ORF

Der Weg zurück in ihr normales Leben fällt ihr nicht leicht. Nach dem verletzungsbedingten Aus bei der ORF-Show „Dancing Stars“ versucht Kabarettistin Monica Weinzettl, wieder in ihren gewohnten Alltag zu finden.

Dass das schwieriger ist als gedacht, liegt an den Krücken, die die 49-Jährige zurzeit stets begleiten: Ein Stressbruch samt Knochenmarködem schmerzt bei jedem Schritt. „Weitermachen wäre bei dieser Verletzung keine Option gewesen“, erklärt Weinzettl, die viele bereits im Finale der TV-Show gesehen hätten. „Tanzen ist einfach Ex-trem-Sport“, resümiert sie, „man überschreitet ständig Grenzen, und das kann gut gehen oder auch nicht. Bei mir ist es nicht gut gegangen.“

Den Mietvertrag für die Krücken, die sie im Alltag ungewohnt einschränken – „ich muss sehr oft um Hilfe bitten, das kenne ich so nicht“ – hat sie für vier Wochen abgeschlossen. „Ich hoffe, dass ich das Bein in zwei, drei Wochen wieder belasten kann, damit ich den Mietvertrag dann zeitgerecht kündigen kann“, lacht sie. In der Zwischenzeit wird die Schauspielerin, wie sie erzählt, wohl die einzige mit Krücken im Fitnessstudio sein. „Mein Oberkörper ist ja unverletzt und ich will meine gute Form nicht gleich wieder verlieren. Außerdem setzt der Körper beim Sport Endorphine frei, die machen, dass man sich gut fühlt …“

"Mein Körper hat diese Entscheidung getroffen"

Und das kann im Moment nicht schaden: „Ich bin nicht glücklich damit, dass ‚Dancing Stars‘ für mich jetzt vorbei ist, das ist klar“, sagt sie. „Aber mein Körper hat diese Entscheidung getroffen, dagegen kann ich mich nicht wehren. Nur: Den anderen bei den Proben zusehen … das tut schon weh.“

Ob Weinzettl angesichts dieses Ausgangs noch einmal bei den „Dancing Stars“ mitmachen würde? „Das kann ich nicht sagen … das Tolle an dieser Erfahrung waren ja die ersten Eindrücke. Noch mal mitzumachen wäre in etwa so, wie einen guten Film ein zweites Mal zu sehen.“

Etwas Gutes hat der verfrühte Ausstieg allerdings: „Mein Mann (Anm.: Kabarettist Gerold Rudle) und ich arbeiten gerade an unserem neuen Programm ‚Dragqueen und Couchpotatoe‘, das im September Premiere hat. Wäre ich ins Finale gekommen, wäre das mit dem Schreiben ziemlich knapp geworden.“ So kann sich Weinzettl samt Wohnmobil früher auf den Weg in den Schreiburlaub machen, um am Meer „erste Reihe fußfrei“ zu arbeiten.