Erstellt am 26. April 2017, 10:28

Handschriften des Stiftes Lilienfeld digitalisiert. Die gesamte Handschriftensammlung des Stiftes Lilienfeld konnte in Zusammenarbeit mit dem Diözesanarchiv St. Pölten digitalisiert werden.

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Den neuen Internet-Zugang zum Handschriftenbestand stellten der Direktor des Diözesanarchivs, Thomas Aigner, und die Stiftsarchivarin von Lilienfeld, Irene Rabl, bei einem kleinen Festakt vor. Abt Matthäus Nimmervoll konnte etwa 70 Gäste zu dieser Feier im früheren Dormitorium des Stiftes begrüßen.

Ab sofort sind die Handschriften des Stiftes Lilienfeld unter http://manuscripta.at/m1/lib.php?libcode=AT5400 virtuell zugänglich. Das Stift Lilienfeld ist das erste österreichische Stift, das alle seine Handschriften aus seinem Archiv nun im Internet abrufbar hat. Die Internetseite, auf der die Handschriften des Stiftes Lilienfeld, aber auch Teilbestände vieler anderer Archive gelesen werden können, wird vom Institut für Mittelalterforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften betrieben. „Der virtuelle Zugang zu den Handschriften bedeutet für die Erforschung dieser Handschriften eine wesentliche Erleichterung“, wie Prior P. Pius Maurer betonte.

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Das Stift Lilienfeld hütet in seinem Archiv 229 Handschriften, die vorwiegend aus dem Mittelalter stammen; einzelne sind aber auch jüngeren Datums. Die ältesten Handschriften sind aus dem 12. Jahrhundert, die meisten aus dem 13. und 14. Jahrhundert.

Es handelt sich vor allem um theologische Werke, nämlich alte Bibel-Ausgaben, liturgische Bücher und Werke von angesehenen Kirchenschriftstellern wie Ambrosius, Augustinus, Hugo von St-Victor, Bernhard von Clairvaux, Alanus von Lille, Albertus Magnus, Thomas von Aquin, Caesarius von Heisterbach, Christan von Lilienfeld und anderen.

Manche Handschriften stammen aus der 1782 aufgehobenen Benediktinerabtei „Mariazell in Österreich“ (Kleinmariazell). Durch den Transport dieser Handschriften nach Lilienfeld transportiert, entgingen sie der damaligen Versteigerung.