Erstellt am 17. Juli 2016, 08:06

Flüchtlinge, Wahl, Fußball dominieren Berichterstattung. Die Flüchtlingsfrage, die Bundespräsidentenwahl und die Fußballeuropameisterschaft in Frankreich haben die Berichterstattung der heimischen Zeitungen dominiert.

 |  APA (dpa)

Das geht aus einer Themenanalyse der APA-DeFacto für das erste Halbjahr 2016 hervor. Das Top-Thema war - trotz starkem Rückgang gegenüber 2015 - erneut die Flüchtlingskrise.

Mit 20.154 Berichten am zweitdominantesten war im ersten Halbjahr die Bundespräsidentenwahl. Aufgrund der Anfechtung der Stichwahl durch die FPÖ zog sich die Präsenz auch in den Juni. Die Stichwahl-Aufhebung durch den Verfassungsgerichtshof (VfGH) erfolgte erst am 1. Juli, fiel also nicht mehr in den Untersuchungszeitraum. Durch die Wahlwiederholung ist aber davon auszugehen, dass das Hofburg-Rennen auch im zweiten Halbjahr zu den Top-Themen zählen wird.

Die EURO 2016 übertrumpfte mit 8.437 Beiträgen im Juni alle anderen Themen und schaffte es damit auf den dritten Rang der Themenanalyse. Inklusive der Vorberichterstattung schaffte das Fußball-Großereignis in der ersten Jahreshälfte 18.205 Beiträge. Dahinter folgen mit einigem Abstand die Themen IS-Terror (8.729 Beiträge), Türkei (6.223) und Brexit (3.992, davon allein 2.551 Beiträge im Juni). Konstant vorgekommen in der Berichterstattung sind der US-Präsidentschaftswahlkampf (3.723) und die Arbeitslosigkeit in Österreich (3.441). Vergleichsweise wenig medialen Widerhall erzeugten bisher die im August startenden Olympischen Spiele in Rio de Janeiro mit 2.012 gezählten Berichten.

Auf Monatssicht stark präsent waren die Regierungsumbildung nach Kanzler Werner Faymanns (SPÖ) Rücktritt (2.132 Beiträge im Mai, 1.275 im Juni) sowie die Panama Papers im April mit 928 Beiträgen.

Von der Themenanalyse ausgenommen sind jährlich wiederkehrende Sportereignisse wie Formel 1, Fußball-Bundesliga oder der Ski-Weltcup. In die Untersuchung wurden 16 heimische Tageszeitungen mit insgesamt 316.0305 Beiträgen einbezogen. Die Top-3-Themen deckten somit ein Viertel der analysierten Berichterstattung ab.