Erstellt am 01. September 2016, 08:04

von NÖN Redaktion

Ärmer, aber gläubiger. In Erinnerung an Kardinal Franz König wurde im Pielachtal über die Zukunft der Seelsorge diskutiert.

Diskutierten über die Zukunft der Seelsorge: Pfarrer Pater Leonhard Obex aus Kirchberg, Pfarrer August Blazic aus Rabenstein, Moderatorin Alexandra Mantler-Felnhofer, Kardinal Königs langjährige Mitarbeiterin Annemarie Fenzl, Katholische-Aktion-Präsidentin Gerda Schaffelhofer und Pastoraltheologe Paul Zulehner.  |  NOEN, Wolfgang Zarl

„Sind wir glaubwürdige Zeugen des Evangeliums? Verteidigen wir etwa die Botschaft am Stammtisch?“ Mit diesen provokanten Fragen untermauerte Pastoraltheologe Paul Zulehner beim diesjährigen Kardinal-König-Gespräch in Rabenstein (Bezirk St. Pölten) seine Ausführungen zur Zukunft der Seelsorge in den Pfarrgemeinden. Seine Ansage: Die Kirche sei künftig wohl finanziell ärmer, aber gläubiger. Und: Die Kirche müsse so leben, dass das Evangelium für andere attraktiv werde.

Gerda Schaffelhofer, Präsidentin der Katholischen Aktion, empfahl der Kirche eine neue „Pastoral der Barmherzigkeit“. Es gebe viele Menschen, die gescheitert oder in Schwierigkeiten seien. Diese dürfe die Kirche nie allein lassen. Gerade Papst Franziskus setze da immer wieder beeindruckende Zeichen.

Am Podium hatten auch zwei „Praktiker“ Platz genommen, Kirchbergs Pfarrer Obex und der Rabensteiner Pfarrer Blazic. Sie berichteten vom „bunten Leben in der Pfarre“ (Blazic) und dass das Selbstbewusstsein der Katholiken in jüngster Zeit gewachsen sei. Und von den zentralen Aufgaben eines Pfarrers: Trösten, Helfen, Aufrichten, Beten, Gottesdienste feiern, Sakramente spenden (Obex).