Erstellt am 29. Dezember 2015, 05:28

von Teresa Sturm

Aus dem Bauch heraus. Glaubensverkünder Christian Poschenrieder ist Bauchredner und neuer „Missio“-Diözesandirektor.

Regelmäßig unterhält Christian Poschenrieder Kinder mit seiner Handpuppe Ichtys und bespricht mit ihr Glaubensthemen. Er ist Pfarrer in Maria Laach und seit 15. November »Missio«-Diözesandirektor.  |  NOEN, NÖN / Sturm
Wenn Pfarrer Christian Poschenrieder mit dem Fisch Ichtys in den Dialog tritt, besprechen sie nicht nur Glaubensthemen. Oft ist Ichtys einfach nur frech oder beschwert sich, dass er zu viel in seinem Aquarium alleine gelassen wird.

Denn Ichtys – der Name kommt aus dem Griechischen und bedeutet Fisch – ist eine Puppe, der Poschenrieder seine Stimme leiht. 2011 hat er einen Bauchrednerkurs in Bayern besucht. Seither ist er nicht nur in Kindergärten und Schulen aufgetreten, sondern hatte auch schon eine Aufführung am Seniorennachmittag.
Doch mit diesen Auftritten sollen nicht nur die Zuseher unterhalten werden. Die Fischpuppe ermöglicht es dem 47-Jährigen, den Glauben auf spielerische Art zu verkünden.

Die Aufgabe, die christliche Botschaft weiter unter die Leute zu bringen, wird ihn in nächster Zeit noch intensiver beschäftigen. Denn im November ernannte ihn Bischof Klaus Küng zum St. Pöltner Diözesandirektor für „Missio – die päpstlichen Missionswerke“ als Nachfolger von Pater Benno Maier.

Schon als Student hatte der Bauchredner mit der Mission zu tun. Auch sein Onkel war Missionar in Südafrika.
Nachdem Poschenrieder 14 Jahre lang als Pfarrer in Abstetten und Rapottenkirchen tätig war, ist er mit Beginn September nun für die Pfarre Maria Laach in Krems zuständig.

Ichtys begleitet den Pfarrer schon länger auf seinem Weg. 2004 waren in der Ministrantenzeitschrift Dialoge zwischen dem Fisch und Maria abgedruckt. Die Fischpuppe hat Poschenrieder 2008 im Internet erstanden. Seit vier Jahren tritt Ichtys auch am Martinsfest auf.

Auch für die Zukunft hat Poschenrieder schon Ideen: „Mein sehnlichster Wunsch wäre ja ein Video mit Ichtys. Vielleicht auch eine DVD.“ Bis der „Missio“-Direktor dafür die Zeit findet, gibt es auf Youtube schon Kurzvideos zu sehen.