Erstellt am 11. April 2017, 04:16

von Sophie Kronberger

Eine Nanny für streunende Katzen. Daniela Haumer kümmert sich um die Versorgung und die Kastration von Streunerkatzen.

Begonnen hat alles am Bauernhof ihrer Oma. Die Streunerkatzen vermehrten sich dort zunehmend – und Daniela Haumer kümmerte sich um die Kastration der Tiere. Daraus entstand ihr Verein „Katzennanny“. Das Ziel: So vielen Streunerkatzen wie möglich zu helfen.
 
 |  Andreas Schimek

Schon beim Betreten ihres Hauses in Waldenstein im Bezirk Gmünd sieht man: Katzen sind ihr Leben. Daniela Haumers Eingangstür ist mit Katzenfiguren geschmückt, der Kater Bobby, ein ehemaliger Streuner, springt den Besuchern freudig entgegen.

Vor fast drei Jahren gründete Haumer den Verein „Katzennanny“ und kommt seitdem nicht mehr aus dem Arbeiten heraus. „Man glaubt kaum, wie viele Streuner es gibt, denn sie sind scheu und für die meisten unsichtbar und unwichtig.“

"Streuner füttern ist keine Tierliebe"

Ihr liegen die Tiere jedoch am Herzen. „Manche füttern zwar die Streuner, aber das alleine ist keine Tierliebe. Nur durch Kastration wird die unkontrollierte Vermehrung und so Katzenleid vermieden“, sagt Haumer. Ihre Arbeit als Katzennanny sieht so aus: Die Katzen werden in Lebendfallen gefangen, in Narkose gelegt, kastriert, gechippt und von Parasiten befreit.

Dann entlässt sie Haumer wieder an ihren angestammten Platz. Manche Babykatzen zähmt sie und vermittelt sie an liebevolle Besitzer weiter. Bei der medizinischen Versorgung arbeitet Haumer mit den Tierärzten im Bezirk Gmünd zusammen: „Großartige Leute!“

Neben ihrem Vollzeit-Job als Sekretärin in einem Autohaus kümmert sie sich jede freie Sekunde um die Tiere. So viel Engagement wurde im Oktober 2016 beim Bundestierschutzpreis mit 5.000 Euro belohnt. Mit dem Geld will Haumer heuer eine Katzenauffangstation bauen, um die vorübergehende Unterbringung der Streuner noch besser zu gewährleisten.