Erstellt am 18. Mai 2016, 05:54

von Teresa Sturm

Doris Hiebeler: Falknerin, Züchterin und Raubvogelmama. Die 21-jährige Doris Hiebeler ist eine der jüngsten Falknerinnen Niederösterreichs.

Die junge Falknerin Doris Hiebeler züchtet im Bezirk Krems-Land Raubvögel. Auch zur Jagd nutzt sie ihre Tiere.  |  NOEN, zVg

Mit 15 Jahren hat sie als jüngste Niederösterreicherin die Falknerprüfung gemacht. Mit 16 dann die Jagdprüfung. Inzwischen ist die 21-jährige Doris Hiebeler nicht mehr nur Falknerin, sie züchtet Raubvögel selbst.

„Es ist inspirierend, wenn du einen Wildvogel dazu bringst, dass er so viel Vertrauen hat, dass er zu dir zurückkommt“, sagt die Waldviertlerin.

Nicht nur Vögel haben das Herz von Hiebeler erobert. Sie ist auch eine leidenschaftliche Reiterin. Katzen und ein Hund leben auf dem Hof ihrer Familie in St. Leonhard am Hornerwald. „Und wenn es erlaubt wäre, dann hätte ich Eichhörnchen auch“, so Hiebeler.

Im Raum, wo Eier gebrütet und Jungtiere gehalten werden, erklingt lautes Piepen, wenn die selbst ernannte Raubvogelmama eintritt. Etwa 30 Tiere – darunter Habichte, Falken und Adler – wachsen hier heran und werden von Hiebeler gefüttert und gepflegt.

Seit die ehrgeizige Falknerin die HAK in Horn abgeschlossen hat, studiert sie Französisch und Internationale Betriebswirtschaft in Wien. Ihre Liebe zur Sprache Französisch brachte sie auch schon für ein halbes Jahr nach Bordeaux in Frankreich.

Nach Thailand, Vietnam oder Frankreich

Zum Studium habe sie sich zwar eher spontan entschlossen, aber „ich weiß, wo ich hinwill“. Das meint Hiebeler nicht nur beruflich, sondern auch geografisch. Da sie in Europa schon „fast überall“ war, wären die nächsten Reiseziele weiter weg: Thailand oder Vietnam. Aber auch nach Frankreich möchte sie zurück, um mit Wildtieren zu arbeiten. Die Gesetzeslage sei dort besser als in Österreich.

Da auch ihre Eltern Falkner sind, wuchs Hiebeler mit den Vögeln auf. Manchmal hilft sie auch bei den Raubvogel-Shows am Schloss Waldreichs, die regelmäßig stattfinden, mit. Am liebsten züchte sie aber: „Ich mag meine Babys. Die Tiere von Beginn an großzuziehen, das ist ein Wahnsinnsgefühl.“