Erstellt am 19. Januar 2016, 05:48

von Teresa Sturm

Freiheit fürs Schreiben. Isabella Feimer aus Schwechat bekam ein mit 12.000 Euro dotiertes Literatur-Stipendium.

Die Schwechater Autorin Isabella Feimer schreibt gerade an ihrem Roman »Die Unsterbliche« und recherchiert dafür in Rom.  |  NOEN, Manfred Poor

„Ich bin durch Zufall über das Theater zum Schreiben gekommen. Es wurde ein Monolog gebraucht, und ich hab’ mir gedacht, naja, probierst das halt zu schreiben. Und das hat etwas ausgelöst“, sagt die Schriftstellerin Isabella Feimer über ihren Berufsweg.

Denn eigentlich arbeitete Feimer nach ihrem Studium der Theaterwissenschaft in Wien als Theaterregisseurin. Für ihr noch nicht fertiggestelltes Werk „Die Unsterbliche“ erhielt Feimer nun ein 12.000-Euro-Literaturstipendium des Landes Niederösterreich.

Konzentration auf Recherche

Dieses bekommt sie nun monatlich wie ein Gehalt ausbezahlt. Es erlaubt der Schriftstellerin, die in Schwechat aufgewachsen ist und dort immer noch lebt, sich voll und ganz auf die Fertigstellung des Romans und die Recherche dafür zu konzentrieren.

Für Feimer sei es ein großes Privileg, wirklich ein Jahr ohne materielle Sorgen schreiben zu können. „Es gibt mir eine Freiheit fürs Schreiben. Einfach da mal einzutauchen und das Schreiben auszukosten“, schwärmt Isabella Feimer.

Die Autorin arbeitet zwar immer an mehreren Ideen. Aber immer nur an einem großen Projekt. „Das ist so eine Energiesache. Da geht dann die ganze Energie in das große Projekt“, erklärt die Schwechaterin.

Das derzeitige „große Projekt“ ist „Die Unsterbliche“. Eine Geschichte, die aus der Sicht einer Frau erzählt wird, die nicht sterben kann. Die Protagonistin erwacht immer wieder in neuen Zeitaltern.

Eine Recherche-Reise nach Paris hat Feimer dafür schon unternommen. Weil auch in Rom ein Teil der Geschichte spielt, hält sie sich derzeit dort auf – und genießt ihre schriftstellerische Freiheit.