Erstellt am 23. August 2016, 05:41

von Teresa Sturm

Der vernetzte Schmetterlingssucher. Martin Aschauer hat eine App entwickelt, um Daten über Schmetterlinge zu sammeln.

Martin Aschauer ist mit seiner App „Schmetterlinge Österreichs“ auf Faltersuche.  |  NÖN/Teresa Sturm, Teresa Sturm

In Niederösterreich gibt es genau so viele Schmetterlingsarten wie in ganz Deutschland. „3.511 verschiedene Arten sind natürlich sensationell“, sagt Martin Aschauer. Er arbeitet seit achteinhalb Jahren bei Global2000 und ist dort für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Durch den Report „Ausgeflattert – Vom stillen Tod der österreichischen Schmetterlinge“ von Peter Huemer weiß man zwar, dass es einen signifikanten Rückgang an Populationen gab, es gäbe aber kein Monitoring-System, erklärt der 37-Jährige. Daher hat er gemeinsam mit der Stiftung „Blühendes Österreich“, die Handy-App „Schmetterlinge Österreichs“ entwickelt. Die derzeit etwa 5.000 Nutzer können dort ihr Wissen erweitern, aber auch ihre eigenen Beobachtungen anführen. Mittlerweile wurden über 2.000 Exemplare fotografiert, bestimmt und gemeldet.

An vielen Herzensprojekten mitgearbeitet

Aschauer, der mit Frau und Baby Jakob in Baden lebt, ist eigentlich in Bad Kreuzen aufgewachsen. Nach der Matura in Perg studierte er Geschichte und Politikwissenschaften und hat bei einer Plattform für Jugendkultur gelernt, wie man Öffentlichkeitsarbeit macht.

Über die Jahre konnte er an vielen Herzensprojekten mitarbeiten. Wie zum Beispiel in der Ukraine, wo Global2000 schon seit 20 Jahren Tschernobyl-Kinder unterstützt.

Und was will Martin Aschauer noch erreichen? „Wenn der Schmetterling nicht mehr gefährdet ist, könnte Global2000 zugesperrt werden. Das wäre ein schönes Ziel“, sagt er. Denn die Schmetterlingspopulation sei ein schöner Indikator dafür, wie es der österreichischen Umwelt geht. Und geht es dieser gut, wäre keine Umweltschutzorganisation mehr nötig.

Ein zeitlich näher liegendes Ziel, wäre für Aschauer, dass alle Menschen wissen, dass es TTIP gibt. Denn „ohne Öffentlichkeit, gibt es keine Demokratie“.

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