Erstellt am 16. Mai 2017, 02:15

von Teresa Sturm

Trompete: Ein Musiker für Film und Fernsehen. Matthias Dockner spielt Filmmusik ein. Dabei werden auch Hollywoodfilme vertont.

Matthias Dockner  |  Primus Brass

Gemütlich im Kino sitzen und „The Lego Batman Movie“ schauen. Genau das hat der Herzogenburger Matthias Dockner kürzlich getan. Das Besondere: Er konnte sich dabei selbst beim Trompetespielen zuhören. Denn er hat mit dem Wiener Synchron Stage Orchestra die Filmmusik dazu eingespielt. „Das ist für mich persönlich als Musiker schon ein Meilenstein“, sagt der 31-Jährige.

Aufgewachsen ist Dockner in Statzendorf, Bezirk St. Pölten-Land, war im Borg Krems und später im Gymnasium in Wien, verließ dieses aber vor der Matura. Zum Uniabschluss schaffte er es auch so. Er absolvierte Bachelor und Master im Fach Orchesterblasinstrument Trompete.

"Das ist schon eine gewaltig tolle Sache"

So bunt gemixt wie sein privater Musikgeschmack sind auch Dockners berufliche Engagements: „Ich möchte mich gar nicht auf bestimmte Genres festlegen, weil die Musik ist einfach so vielfältig. Für mich ist alles interessant.“ Jazzig wird es etwa mit seiner Gruppe „Primus Brass“ und Disneymusik spielte Dockner live zum Film „Fantasia“ mit dem Max Steiner Orchester. Und auch dem Volks-Rock’n‘roll ist er nicht abgeneigt und trat mit Andreas Gabalier im Zuge von MTV Unplugged auf. „Wenn man schaut, welche Größen da schon auftraten. Eric Clapton, Mariah Carey, Fanta 4 … da ist das schon eine gewaltig tolle Sache“, so Dockner.

Vielschichtig sind auch die Filme und Serien, die von ihm vertont wurden: „Inferno“, die Verfilmung des Dan Brown-Klassikers, „Die Hölle“, von Regisseur Stefan Ruzowitzky oder die Netflix-Serie „The Crown“.

Dockner lebt mit seiner Freundin in Herzogenburg. Seine Eltern hätten ihn immer unterstützt, sein Hobby zum Beruf zu machen. Bereut hat er diese Entscheidung nie. „Auch nach reichlichen Überlegen komme ich immer wieder zu dem Schluss, dass das das Beste ist, was ich machen konnte.“