Erstellt am 14. Oktober 2015, 15:58

von Anita Kiefer

Max Huber: Über den Wolken .... Max Huber (16) aus Krummnußbaum ist Österreichs jüngster Kunstfliegerpilot.

Mit seinen 16 Jahren ist Huber der jüngste je in Österreich lizenzierte Kunstflugpilot.  |  NOEN, privat
Pilot zu werden, das ist für viele Kinder (und auch manche Erwachsene ...) ein großer Traum. Einer, der diesen Traum gerade wahr werden lässt, ist Max Huber aus Krummnußbaum. Der 16-Jährige ist der jüngste jemals in Österreich lizenzierte Kunstflugpilot.

Was seinen Flugschein betrifft, da wollte Huber definitiv nichts auf die lange Bank schieben: Exakt an seinem 16. Geburtstag wurde ihm heuer der Segelflugschein ausgestellt. Segelfliegen allein, das war ihm allerdings bald zu langweilig, sagt Huber: Er wollte Kunstflieger werden – also das „Flugzeug in abnormale Fluglagen bringen“, erklärt Huber etwas technisch – gemeint sind Figuren in der Luft wie Rollen, Rückenflüge und Loops. Vor kurzem erhielt er die Lizenz zum Kunstfliegen.

Erblich „vorbelastet“ ist Huber zwar, was das Fliegen betrifft – wenn auch diese Fliegergene schon etwas weiter in den Stammbaum zurückreichen: „Erst vor ein paar Wochen haben wir Segelflugscheine von meinem Urgroßvater gefunden“, erzählt der 16-Jährige. Zum Fliegen ist er quasi durch seinen Opa gekommen. Zuerst aber im Kleinen: „Er ist mit mir immer auf Modellbaumessen gefahren.“

x  |  NOEN, Fotos: privat


Vor 1,5 Jahren stieg Huber dann auf größere Flugzeuge um, begann selbst zu fliegen. Schließlich schaute er am Flugfeld in St. Georgen am Ybbsfeld vorbei – und trat dem Verein bei. Trainiert wird drei bis vier Stunden pro Woche, meist am Wochenende.

Der Segelflugschein, der ist übrigens zwar „nicht ganz billig“, sagt der Krummnußbaumer. Er hat ihn aber zur Gänze selbst bezahlt – von seiner Lehrlingsentschädigung.

Wenn möglich, dann möchte Max Huber das Fliegen zum Beruf machen. Aktuell macht er eine Lehre zum Tischler – als Rückversicherung. Seine Zeit beim Bundesheer in zwei Jahren will er nutzen, um es dort „mit dem Fliegen zu probieren“, sagt er. Ansonsten möchte er sich auch bei einer Airline bewerben.
Eines steht für Huber in jedem Fall fest: Ein „schönes Hobby“, das soll das Fliegen in jedem Fall bleiben.