Erstellt am 03. Mai 2016, 06:44

von Teresa Sturm

Nadja-Maria Gattringer und der Traum vom Hundehotel. Nadja-Maria Gattringer aus Amstetten kümmert sich in ihrer „wedelzone“ um Hunde.

Nadja-Maria Gattringer liebt die Arbeit mit Hunden. Auch wenn es mal stürmischer zugeht. Foto: Sturm  |  Teresa Sturm

Enya und Finn rasen über die Wiese. Denn seit November nimmt die Neustadtlerin Nadja-Maria Gattringer in ihrem sogenannten „5-Sterne-Hundehotel“ Hunde auf. Seitdem war die „wedelzone“ fast durchwegs gebucht.

Ihre Kunden seien sehr unterschiedlich, sagt die 29-Jährige. Manche Hunde bleiben nur untertags im Hotel, während die Besitzer Termine haben. Andere nehmen auch zwei Stunden Fahrt in Kauf, um ihre Lieblinge in Sicherheit zu wissen.

Aber nicht alle kommen wieder. „Es sind nicht alle Hunde geeignet. Es muss schon funktionieren“, so Gattringer. 90 Prozent der Hunde würden aber gar nicht merken, wenn die Besitzer fahren, weil sie schon spielen.

Eigentlich gelernte Heilmasseurin

Die Hundehotel-Leiterin ist eigentlich gelernte Heilmasseurin und hat auch einige Zeit als Werbedesignerin gearbeitet. Der Wunsch, mit Tieren zu arbeiten, ließ sie aber nicht los. Gattringer absolvierte eine Hundetrainerausbildung und fand sich dann vor einem Problem. „Ich hab’ selber eine gute Unterkunft für meinen Hund gesucht und keine gefunden“, erklärt Gattringer den Grundstein ihrer Idee.

Im Haus, wo sich das Hotel befindet, ist auch der private Wohntrakt von Gattringer, wo sie mit ihrem Lebensgefährten, ihrem Bruder und dessen Freundin lebt. Die Tierliebhaberin hat neben ihrem Hund Finn auch Pferde, eine Katze und zwei Lämmer. „Es ist also immer wer da“, sagt sie lächelnd.

In Zukunft möchte Gattringer auch im Seminarbereich Fuß fassen. Sie selbst hat eine Ausbildung zur Hundeernährungsberaterin gemacht. Eine Freundin von ihr macht Hundephysiotherapie. Der Plan wäre, Kunden in Kursen zu zeigen, wie sie ihrem Hund etwas Gutes tun können.

Einen zweiten Hund will sie sich derzeit nicht zulegen. Neben den untergebrachten Hunden hätte sie eh die Schafe. „Die sind fast wie Hunde“, sagt Gattringer lachend.

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