Erstellt am 12. April 2016, 05:54

von Teresa Sturm

Mathias Koller: „Was auch kommt, das wird gespielt!“. NÖs jüngster Kapellmeister Mathias Koller ist 20 Jahre alt. Er leitet die Kapelle Ebreichsdorf.

Der jüngste Kapellmeister Niederösterreichs, Mathias Koller, in seinem Element.  |  NOEN, Sturm

Groß und selbstbewusst steht Mathias Koller mit seinem Taktstock am Pult im Musikheim der Musikkapelle Ebreichsdorf im Bezirk Baden. Er ist mit 20 Jahren der jüngste Kapellmeister Niederösterreichs.

Schon mit fünf Jahren hat der Reisenberger die Blockflöte zu spielen begonnen, mit acht Jahren dann Tenorhorn. Drei Jahre später folgte der Posaunenunterricht.

Ganze Familie ist musikalisch

Die Leidenschaft kommt nicht von ungefähr, denn die ganze Familie ist musikalisch. In der Kapelle Reisenberg, die er in nicht allzu ferner Zukunft zusätzlich als Kapellmeister übernehmen wird, spielen auch seine Eltern und seine Tante. Der Opa diente dem 20-Jährigen ohnehin immer als musikalisches Vorbild.

Selbst Auslandserfahrung konnte Koller über die Musik schon sammeln. Mit der Seebühne Mörbisch tourte er zwei Wochen lang durch Japan. Obwohl er sichtlich begeistert von der Reise erzählt, konnte ihn die Kulinarik dort nicht wirklich überzeugen. „Das Essen war furchtbar. Aber das Bier war gut“, sagt Koller lachend. Auch in Frankreich überzeugte Koller mit einer Musikgruppe, doch bewusst sucht er diese Engagements nicht: „Ich schau’, wie es sich ergibt. Was auch kommt, wird gespielt!“

Liebe über die Musik gefunden

So hat der bodenständige, junge Musiker auch die Liebe über die Musik gefunden. Seine Freundin ist Marketenderin in seiner Kapelle. Neben der Blasmusik hört Koller gerne Hard Rock, Metal oder elektronische Musik. „Eigentlich alles, bis auf Ö3“, grinst er.

Gute Stimmung ist Koller, der im März ein Studium im Fach Posaune im Burgenland begonnen hat, beim Musizieren besonders wichtig: „Wenn beim Dämmerschoppen das Publikum dabei ist und alle wegen der tollen Stimmung auf den Tischen stehen, das ist einfach super!“


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