Erstellt am 26. April 2016, 06:34

von Teresa Sturm

Pamela Forster: „Für mich gibt’s (fast) keine Grenzen!“. Die Gänserndorferin Pamela Forster springt auf kreativem Weg durch Filme & Wettkämpfe.

Freerunner wie Pamela Forster suchen einen kreativen Weg von A nach B - mit oder ohne Umweg durch die Luft.  |  NOEN, zVg

Über den Spalt springen, ein Salto an einer Steinmauer, weiter auf einem Geländer balancierend. Freerunning ist eine kreative Art der Fortbewegung von A nach B. „Kreativ, aber nicht effizient“, erklärt die 29-jährige Pamela Forster, denn wenn ein passender Move einen Umweg bedeutet, macht man ihn trotzdem.

Als einzige hauptberufliche Freerunnerin in Österreich begeistert die Gänserndorferin, dass bei dieser Sportart jeder seinen eigenen Stil zeigen kann. Als ehemalige Kunstturnerin fließen bei ihr viele Elemente davon mit ein. „Es gibt keine Grenzen. Du kannst die ganze Stadt nutzen“, so Forster.

Schon als Kind war Forster bewegungsfreudig. Ihre Mama war es dann, die sie „in einen Verein steckte“, weil sie befürchtete, dass ihre Tochter „daheim alles kaputt“ macht. So kam sie damals zum Verein Gymnastics Gänserndorf.

Auftritte bei „Soko Donau“ und „Kottan ermittelt“

2009 ist sie wegen des Sportwissenschaftsstudiums nach Wien gezogen. Mit fertigem Studium und Berufserfahrung macht sich Forster keine Sorgen, falls sie sich ihr Leben einmal nicht mehr mit dem Freerunning finanzieren kann oder will. Bei „Soko Donau“ und „Kottan ermittelt“ hatte Forster schon Auftritte. Mit Michael Niavarani spielte sie in „Die Mamba“ und drehte Kampfszenen. Auch für Stunts wird die Sportlerin gebucht: „Alles geht aber nicht. Manchmal muss ich erklären, dass ich keine Superheldin bin“, sagt Forster lachend.

Die vier Kriterien, die beim Freerunning bewertet werden, sind Flow, Creativity, Difficulty und Execution. Der nächste Wettkampf, wo Forster Moves so perfekt wie möglich ausführen muss, ist die „Ninja Warrior“-Show in Deutschland. Unter 7.000 Bewerbern wurde auch Forster ausgewählt. Doch auch auf die Heimat hat die Gänserndorferin nicht vergessen. So organisiert sie am 8. Mai den ersten „Freerunning Jam“ in „G-Dorf“, also: Gänserndorf.