Erstellt am 17. August 2016, 05:19

von Teresa Sturm

Musik als Lebensbeschäftigung. Peter Efler (71) unterrichtet seit Jahrzehnten Klavierstudenten auf der ganzen Welt.

Peter Efler am Flügel in Rossatz-Arnsdorf.  |  NÖN, Teresa Sturm

In der kleinen Gemeinde Rossatz-Arnsdorf, Bezirk Krems-Land, gibt das Navigationssystem auf, wenn es um die Suche nach dem Haus von Peter Efler geht. Die Zurückgezogenheit genießt der 71-Jährige aber offensichtlich mit seiner Frau.

Mit 13 hat der Pianist seine erste Oper geschrieben. Der „stern“ betitelte ihn damals als Österreichs „zweiten Mozart“. Sehr ernst nahm Efler diese Bezeichnung nie und schmunzelt auch heute noch darüber. Ein Mozart ist wohl nicht aus ihm geworden, wohl aber ein herausragender Lehrer für Klavierschüler aus aller Welt. Ursprünglich in Mistelbach aufgewachsen, zog Efler 1955 nach Wien, wo er maturierte und anschließend an der Wiener Musikhochschule studierte.

27 Jahre an der Musikakademie Basel

Nachdem er zwei Jahre lang in Italien tätig war, zog es ihn in die Schweiz. In Basel lehrte Efler 27 Jahre an der Musikakademie. 1996 übernahm er die Leitung der Konzertfachklasse für Klavier an der Wiener Musikuniversität. Das Klavierspielen hat Efler mit sechs Jahren bei seinem Vater gelernt, als dieser aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt ist. „Da hat er ziemlich bald gesehen, dass ich besser als er bin“, so Efler lächelnd.

Inzwischen ist der Universitätsprofessor emeritiert, hat aber nicht aufgehört, sein Wissen weiterzugeben. In Japan unterrichtet er immer noch eine Meisterklasse. Dort wurde er von der Tokushima Bunri Universität zum Ehrendoktor ernannt. „Das bedeutet mir schon viel“, so Efler. 2010 bekam er das „Große Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich“. 2015 erhielt er die Josef Dichler-Medaille zur Würdigung seiner besonderen Verdienste im Wiener Musikseminar. „Der erste Preis in Genf damals war aber das Tollste, was ich erreichen konnte“, erinnert sich Efler an 1969. Aber auch unzählige Karten, Basteleien und Fotos seiner Studierenden zeichnen den Professor aus.

Ob er das Hobby zum Beruf gemacht hat? „Ja, Musik ist schon meine Lebensbeschäftigung.“

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