Erstellt am 11. Juli 2017, 01:55

von Teresa Sturm

Hoffnungsvoller Helfer. Der in Zwettl geborene Raphael Thurn-Valsassina ist derzeit für die Caritas in Kenia, wo Dürre herrscht, als Nothelfer im Einsatz.

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Dürre in Afrika. 2,6 Millionen Menschen haben laut Caritas allein in Kenia nicht genug Nahrung. Genau bei solchen dramatischen Situationen wird die Nothilfe der Caritas aktiv. Aus diesem Grund ist Raphael Thurn-Valsassina derzeit vor Ort im Einsatz.

„Es ist vor allem sehr viel Koordinationsarbeit“, erklärt der Zwettler. Es gehe darum, kosteneffizient Ware von A nach B zu bringen, um Menschen schnell helfen zu können. Dabei schwärmt der 37-Jährige über den lokalen Partner vor Ort. „Das ist echt eine Freude. Innerhalb von sieben Tagen können wir im großen Stil Dörfer beliefern“, freut er sich über die Zusammenarbeit.

Thurn-Valsassina ist in Rastenfeld, Zwettl, aufgewachsen. Das Gymnasium besuchte er in Wien. Es verschlug ihn nach Deutschland, wo er Soziologie und Politikwissenschaften studierte, aber auch Friedens- und Konfliktforschung.

Bevor der Helfer vor vier Monaten bei der Caritas begonnen hat, arbeitete er für die Deutsche Welthungerhilfe. Er hat sich beworben, weil er in Österreich wieder Fuß fassen wollte. Wenn Thurn-Valsassina im Land ist, lebt er zwar in Wien, besucht aber auch NÖ: „Da habe ich noch Familie.“

Das Schönste ist für ihn bei der Arbeit, Teil der Lösung zu sein: „Wenn du dann Bohnen, Mehl, Öl, Milchpulver für eine Community von 400 Haushalten bringst ... das ist ein schönes Gefühl, wenn die sich wieder 14 Tage über Wasser halten können.“ Dabei spricht er aber auch ein Problem an. Denn die Caritas leistet derzeit „nur“ Überlebenshilfe.

Man hoffe aber, mit Kampagnen Gelder zu bekommen. „Wir wollen die Leute in andere Berufsfelder bringen, indem wir Berufsschulen unterstützen.“ Als Caritas wolle man natürlich langfristige Hilfe ebenso leisten, um der Region eine Perspektive zu geben. Kenia stehe außerdem wirtschaftlich gut da. Und der Helfer sagt überzeugt: „Da ist auch Hoffnung.“

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