Erstellt am 19. Juli 2016, 07:28

von Teresa Sturm

„Ständig etwas Neues lernen und entdecken“. Der Kremser Robert Neumüller hat für seine Arbeit den Axel-Corti-Preis bekommen.

NÖN, Hermann Schmid

Zuerst war Regisseur Robert Neumüller schockiert, als er erfuhr, er würde den Axel-Corti-Preis erhalten. „Ich bin ja noch nicht 75!“, sagt der Kremser lachend, der dachte, so einen Preis würde er, wenn überhaupt, erst am Ende der Karriere bekommen.

„Das ist eine sehr schöne Auszeichnung“, so Neumüller. Die Reaktionen auf seine Filme seien schnell wieder vorbei. „Ein Preis ist dann doch etwas für länger“, sagt er.

Sieben Jahre lang Kamera-Assistent beim ORF

Und auch seine Karriere begann mit einem Preis, wie der 57-Jährige erzählt: Nach dem Abschluss des Studiums an der Filmakademie Wien war Neumüller fast sieben Jahre lang Kamera-Assistent beim ORF. Die Auszeichnung „Der goldene Kader“ für „Beste Kamera“ habe ihm damals sehr geholfen.

Die Nachfrage wurde größer und er konnte sich als Kameramann selbstständig machen. Seit 2001 ist er auch als Drehbuchautor und Regisseur tätig. Im Moment arbeitet Neumüller an verschiedenen Projekten. Zum Beispiel an einem Film über den Dirigenten Erwin Ortner („Feierabend“: 15. August, 19.50 Uhr, auf ORF 2). Der Regisseur hat sich nicht nur beruflich auf Dokumentationen spezialisiert, auch privat schaut er Dokus am liebsten, hat aber auch die Fußball-Europameisterschaft verfolgt.

Obwohl die Freude am Job groß ist, gibt es auch mühsame Drehtage. Neumüller erzählt von einem geplanten Dreh, wo er wegen einer Wolke keine Aufnahmen machen konnte. Wenn er dann über die großartigen Persönlichkeiten, denen er durch seinen Beruf begegnet, spricht, beschwichtigt er aber auch gleich wieder: „Was ist da schon eine schwarze Wolke?“

Familie das Wichtigste im Leben

Trotz großer Leidenschaft für die Arbeit ist die Familie das Wichtigste im Leben des Autors. Die Arbeit begleite ihn zwar fast überall hin, mit seiner Frau und den drei Söhnen könne er aber auch abschalten.

Dass es ständig etwas Neues zu lernen und zu entdecken gibt, sei das Schönste am Beruf, sagt Neumüller. „Ich mache so viele spannende Projekte. Ich hätte gern, dass es endlos so weitergeht.“

Umfrage beendet

  • Wer ist dein Niederösterreicher des Monats Juni?