Erstellt am 25. April 2017, 02:17

von Teresa Sturm

„Genieße die Vielfalt der Länder“. Sepp Kaiser war schon in jedem Land der Welt. Die lange Reise hat er damals in einem durchgemacht. Mit dem Rekord ist er weltweit allein.

Sepp Kaiser  |  Privat

Tuvalu, Kiribati, Mayotte. Was wie eine fremde Sprache klingt, sind Staaten. Und Sepp Kaiser kennt sie alle. Denn der Böheimkirchner hat jedes Land der Welt bereist – und das in einer einzigen ununterbrochenen Reise. Finanziert hat er sich das hauptsächlich mit seiner Gitarrenmusik.

„Ich genieße die Vielfalt der Länder. Südamerika ist sowieso mein Lieblingskontinent. Und dann die Völkervielfalt von Asien und die afrikanische Tierwelt“, schwärmt der 55-Jährige mit leuchtenden Augen.

"Meine Tochter würde mich am liebsten dauernd begleiten"

Obwohl das Abenteuer nun schon einige Zeit zurückliegt – damals war er von 1985 bis 1995 unterwegs – kommt Kaiser nach wie vor viel herum. Seit über zwanzig Jahren ist er mittlerweile als Reiseleiter für Raiffeisen Reisen tätig.

Ursprünglich hätte Kaiser den elterlichen Hof übernehmen sollen. Doch ihn hat es immer in die Ferne gezogen. Nach dem Abschluss der Tischlerlehre ging er das erste Mal ein paar Monate auf Reisen.

Auch die Familie hat das Reisefieber fest im Griff. Letztes Jahr war er mit seiner Frau, der 16-jährigen Tochter und dem 14-jährigen Sohn in den USA. „Meine Tochter würde mich am liebsten dauernd begleiten“, sagt Kaiser.

Heuer war Kaiser schon in Uganda, der Arktis und Japan. Auch heuer stehen noch einige Reisen an. Nach Süditalien, Bolivien, Kanada, Südafrika begleitet er heuer noch Gruppen. Und über Silvester geht’s nach Madeira. „Ich habe immer gerne mit Leuten gearbeitet, und deswegen kommt mir das jetzt als Reiseleiter entgegen. Ich habe auch sehr viele Stammkunden. Das ist ja fast schon wie reisen mit Freunden“, sagt Kaiser.

Seit er alle Länder bereist hat, sind bei den von der UNO anerkannten Staaten neue dazu gekommen: Osttimor, Südsudan und Montenegro. Diese in einer Reise nachzuholen kann er sich gut vorstellen. „Das wäre schon noch interessant.“