Erstellt am 24. August 2016, 06:15

von Verena Randolf

Otto Jaus: Universalgenie und „heißes Eisen“?. 2014 gewann Otto Jaus den Österreichischen Kabarettpreis und wurde von Michael Niavarani in den höchsten Tönen gelobt.

Kabarettist Otto Jaus lebt – nach einem kurzen Zwischenspiel in Wien – wieder in Großebersdorf im Bezirk Mistelbach, wo er auch seine Kindheit verbracht hat.
 
 |  NÖN, Moritz Schell

Sein Helm und seine Uniform hängen noch bei der Freiwilligen Feuerwehr in Großebersdorf. Nur er selbst war schon länger nicht mehr da: Otto Jaus hat einfach keine Zeit. „Außerdem“, schmunzelt der Kabarettist, „würde ich mich mittlerweile wohl nur mehr dafür eignen, den Kollegen den Schlauch zu halten … oder um Keller auszupumpen. An der Weinschank könnt’ ich auch aushelfen, aber für alles andere fehlt mir die Praxis.“ Er lacht.

Von Michael Niavarani als „Universalgenie“ geadelt

Jaus sitzt im Auto Richtung Klagenfurt. Seit der 33-Jährige 2014 den Österreichischen Kabarettpreis gewonnen hat, sind seine Vorstellungen ausverkauft. Und seit Michael Niavarani, Großmeister des österreichischen Kabaretts, ihn als „Universalgenie“ geadelt hat, ist er selbst ein gefragter Mann. So gelobt zu werden, meint der junge Weinviertler, sei Fluch und Segen zugleich: „Natürlich freut man sich sehr, wenn von jemandem wie Michael Niavarani so ein großes Kompliment kommt. Das hilft am Anfang, weil es natürlich die Leute neugierig macht.

Ein zweites Mal kommen sie aber nur, wenn ihnen die Vorstellung gefallen hat, und da liegen die Erwartungen natürlich entsprechend hoch.“
Mit seinem aktuellen Programm „Fast fertig. Ein musikalischer Amoklauf“ erfüllt Jaus die hohen Erwartungen, wie es scheint. Es ist sein erstes Solo-Projekt auf der Bühne. „Wenn das nicht geklappt hätte“, meint der Künstler cool, „hätte ich halt etwas anderes gemacht.“
Aktuell arbeitet Jaus an seinem neuen Programm, das er 2017 gemeinsam mit seinem Freund und Kollegen Paul Pizzera auf die Bühne bringen will – „unerhört solide“ soll es heißen.

Am 7. Oktober in der Pielachtalhalle

Der Pressetext kündigt die beiden als die „heißesten Eisen, die die österreichische Kabarettszene zu bieten hat“ an. „Wenn es sein muss, stell’ ich mich gern als heißes Eisen zur Verfügung“, schmunzelt Jaus. „Solange ich dabei authentisch bleiben kann.“ Das dürfte kein großes Problem sein.

Otto Jaus spielt am 7. Oktober in der Pielachtalhalle in Grafendorf.