Erstellt am 26. Juli 2016, 09:27

von Verena Randolf

Konstanze Breitebner: „Alt werden ist schwer“. „Um ehrlich zu sein, ich tue mir nicht leicht mit dem Älterwerden“, sagt Schauspielerin und Drehbuchautorin Konstanze Breitebner.

Schauspielerin Konstanze Breitebner ist aktuell als „Celia“ in Tim Firths Komödie „Kalender Girls“ auf der Rosenburg zu sehen.  |  NOEN

„Die Falten und Schrumpeln und dass man mehr Ruhe braucht und mehr Zeit, um sich zu erholen … das stört mich natürlich. Aber ich versuche einfach, mehr im Jetzt zu leben. Das Leben ist zu kurz, um traurig in einer Ecke zu sitzen. Und dass ich nicht mehr von jedem gemocht werden muss, das war eine Lektion, die mir die zunehmenden Jahre beigebracht haben.“

Bei all den Nachteilen, die das Altern mit sich bringt, findet die 56-Jährige auch gute Seiten: „Beim Drehbuchschreiben zum Beispiel, schadet Lebenserfahrung nicht“, sagt sie, „ich kann den Leuten besser zuhören als früher, ich beobachte sie besser.“ Kein Zufall also, dass Breit-ebner gerade einen der großen Erfolge ihrer Autoren-Karriere feiert.

Ihre vom ORF und ZDF produzierte Heimatfilmreihe mit Franziska Weisz, Max von Thun, August Schmölzer und Manuel Rubey wird gerade im dritten Teil verfilmt: Nach „Die Fremde und das Dorf“ und „Ein Geheimnis im Dorf“ mit über 800.000 Zusehern, stehen die Schauspieler aktuell für „Treibjagd durch das Dorf“ vor der Kamera.

„Mir schrieben viele Leute, die froh sind, dass das Dorfleben einmal gezeigt wird, wie es ist.“ Keine romantische Verklärung. Und Breitebner weiß, wovon sie spricht:

„Aufgewachsen ist die gebürtige Wienerin bis zur Scheidung ihrer Eltern in Schönau an der Triesting. „Als Kind habe ich das Leben am Land geliebt“, sagt sie. „Die Zeit hat mich wahrscheinlich insofern geprägt, weil ich auch jetzt noch nicht ohne Gemüsegarten und Wald auskommen kann“, sagt sie. Mittlerweile lebt die Künstlerin allerdings in Wien – und hat ein Refugium im Südburgenland.