Erstellt am 14. April 2017, 10:40

von Wolfgang Zarl

Tausende Kinder in NÖ als Ratscher unterwegs. In den meisten Pfarren Niederösterreichs sind am Karfreitag und Karsamtag wieder die Ratschenkinder unterwegs.

Vielerorts wird diese Tradition wieder aufgenommen. Meist sind es Ministranten, Jungscharkinder oder Kinder des Ortes, die durch die Straßen der Dörfer und Ortsteile, um die Gläubigen mit unterschiedlichen Sprüchen an die Gebetszeiten und Andachten zu erinnern.

Der Überlieferung zufolge schweigen von Gründonnerstag nach dem Gloria den gesamten Karfreitag bis Ostern die Glocken bzw. deren Zungen, die Klöppel, da sie alle zur Beichte nach Rom geflogen sein sollen.  

Seit 2015 UNESCO-Weltkulturerbe

Es sollten damit wohl auch böse Geister vertrieben werden. Da die Kirchenglocken zumeist eine festliche Stimmung ausdrücken, ist deren Geläute in der Zeit der Grabesruhe Jesu nicht angebracht. Das Ratschen ist übrigens seit 2015 UNESCO-Weltkulturerbe.

Was natürlich auch dazugehört: Die Bevölkerung freut sich überwiegend über die Ratschenkinder und gibt gerne Süßigkeiten her, die dann unter den Kindern verteilt werden.