Erstellt am 23. Mai 2017, 02:41

von NÖN Redaktion

Haussanierungen: Ist der Denkmalschutz zu streng?. Wie denkt Ihr darüber? Macht mit und stimmt ab!

Symbolbild  |  www.BilderBox.com, Erwin Wodicka

PRO: Friedrich Wachernig, Vorstand S IMMO AG

Friedrich Wachernig  |  Jakob Polacsek

Der Denkmalschutz hat zweifelsohne bei einigen Immobilien seine Berechtigung, in seiner derzeitigen Ausgestaltung greift er aber oftmals zu weit. Dadurch wird es deutlich schwieriger und kostenintensiver, effiziente Lösungen und Sanierungen durchzuführen. Die Kosten dafür bleiben nicht selten an den Mietern hängen. Ich würde es für sinnvoll halten, in der Frage des Denkmalschutzes erstens deutlich differenzierter vorzugehen (man könnte zum Beispiel ein Stufenmodell einführen) und zweitens bewusster zwischen optischen und bautechnischen Änderungen zu unterscheiden. Dann bleiben die Fassade und die Optik der Immobilie intakt, man kann aber bei Materialien und Bauweisen zeitgemäßere und vielleicht auch umweltschonendere Verfahren anwenden.

KONTRA: Elise Feiersinger, Gesellschaft für Architektur

Elise Feiersinger  |  privat

In seinen Essays betrachtet Architekt Hermann Czech unsere gebaute Umwelt als Kontinuum und plädiert dafür, Alt und Neu nicht gegeneinander auszuspielen. Die Auseinandersetzung mit dem Bestand gehört zu den Hauptthemen der Architektur. Dass Bauaufgaben in sensiblen historischen Lagen fundiertes Wissen und Feingefühl von allen Beteiligten verlangen, ist bekannt. Aber weniger bekannt ist der Umstand, dass diese Aufgaben auch besonders lohnend für Planer und Auftraggeber gleichermaßen sein können. Jahr für Jahr werden gelungene Projekte fertiggestellt. Als Beispiel: Um bisher verschüttete Räume im Stift Altenburg der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, hat das Wiener Duo Jabornegg & Palffy ein System von Brücken, Stiegen und Stegen konzipiert.

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