Erstellt am 06. Februar 2018, 02:36

von NÖN Redaktion

Reisebüro-Beratungsgebühr bei Nichtbuchung?.

KONTRA:Gabriele Zgubic,Leiterin der AK WienKonsumentenpolitik  |  George Rudy/Shutterstock

PRO: Helga Freund, Vorstandsmitglied Verkehrsbüro Group und Geschäftsführerin Ruefa

Helga Freund  |  Verkehrsbüro Group

Die Diskussion um mögliche Beratungshonorare führen wir schon seit geraumer Zeit. Unsere Mitarbeiter sind absolute Reiseprofis und sie wenden gerne Zeit für die Beratung der Kunden und die Ausarbeitung von ganz speziellen Angeboten auf.

Betrachtet man die ohnehin geringen Margen im Reisebüro, die durchaus zeit- und kostenintensive Ausbildung und das in den vergangenen Jahren entstandene Ungleichgewicht von Beratung zu Buchung, dann geht die Rechnung irgendwann nicht mehr auf. Wichtig ist zu verstehen, dass wir damit kein Geld verdienen, sondern das Beratungshonorar bei Reisebuchung entsprechend gutschreiben wollen. Wir streben für faire Bedingungen eine Lösung für die gesamte Reisebüro-Branche mit Honoraren an.

KONTRA: Gabriele Zgubic, Leiterin der AK Wien Konsumentenpolitik

Gabriele Zgubic  |  ak wien

Immer wieder geistert der sogenannte „Beratungsdiebstahl“ herum – Kunden lassen sich also im Geschäft beraten, kaufen dann aber online. Der Ärger über einen letztlich vergeblichen Aufwand ist verständlich und ein Beratungsentgelt zu verlangen, ist natürlich nicht verboten. Ob man dann aber noch Kundschaft hat, ist stark zu bezweifeln.

Zum Phänomen des Beratungsdiebstahls gibt es keine seriösen Zahlen. Außerdem nicht zu vergessen: Der Handel profitiert ja auch vom Onlineangebot. Viele Konsumenten informieren sich vorher im Netz und kommen dann ins Geschäft, um dort zu kaufen. Was Konsumenten hingegen ärgert – schlechte Beratung und schlechter Service. Das sollte so manche Geschäfte zum Nachdenken anregen.

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