Erstellt am 10. Oktober 2017, 02:20

von NÖN Redaktion

Sind digitalisierte Ausweise für Jugendliche sinnvoll?. Wie denkt ihr darüber? Macht mit und stimmt ab!

Symbolbild  |  Smit/Shutterstock.com

PRO: Johann Wiedlack, Direktor der HTL St. Pölten

Johann Wiedlack  |  zVg

Apps für digitalisierte Ausweise sind etwas, womit die Jugend ganz selbstverständlich lebt. Ob solche Ausweiskarten digital oder physisch sind, ist nicht relevant. Die Entwicklung zum elektronischen Ausweis hin wird nicht aufzuhalten sein. Man bezahlt auch schon mit dem Handy und nicht mehr mit der Bankomatkarte.

Das Handy kann man zwar auch verlieren, aber wir haben an der Schule schon drei verschiedene Ausweise, die jeder Schüler täglich braucht. Eine App, die diese Ausweise digitalisiert, ist im Prinzip nichts anderes. Bevor wir den Schülerausweis unserer Schule für eine App freigeben, wird sich unsere Informatik-Abteilung das ansehen. Es wird keine datenrechtlichen Probleme geben. Diese App haben Menschen entwickelt, die Sicherheit ernst nehmen.

KONTRA: Georg Markus Kainz, Präsident „quintessenz – Verein zur Wiederherstellung der Bürgerrechte im Informationszeitalter“

Georg Markus Kainz  |  Johanna Pianka

Das Grundproblem besteht darin, dass Handy und App nicht als gefährlich erachtet werden. Für diese Altersgruppe ist das Handy ein „Spielzeug“, bei dem man nie gelernt hat aufzupassen. Handys sind aber unsichere Geräte, auf denen sich sensible Identitätsdaten befinden. Wenn Ausweise für Jugendliche über eine App verfügbar sind, zwingt man sie dazu, ein aktuelles Handy zu haben. Das muss dann bei Ausweiskontrollen betriebsbereit und eingeschaltet sein.

Eine Scheckkarte hingegen ist günstig in der Produktion und hat die einfache Funktion, sich ausweisen zu können. Man führt ein richtiges Dokument mit sich. Bei digitalen Ausweisen sind Daten elektronisch abrufbar und es kann nie gewährleistet werden, dass nicht doch jemand auf diese Daten zugreift.

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