Erstellt am 11. April 2017, 03:00

von NÖN Redaktion

Sind Miss-Wahlen diskriminierend? .

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PRO: Eva Woska-Nimmervoll, Journalistin, Schriftstellerin

Eva Woska-Nimmervoll  |  M. Krebs/Egger & Lerch

Miss-Wahlen sind ein Relikt aus früheren Tagen, als das Urteil der Alpha-Männchen darüber bestimmte, wer attraktiv war und wer nicht. Bestenlisten sind ja generell extrem beliebt bei Entscheidungsschwachen; sie helfen ihnen, sich zu orientieren. So scheint die Reihung einer Miss-Wahl ihnen zu zeigen, mit welchem Typ Frau sie in der Öffentlichkeit am meisten punkten.

Miss-Wahlen diskriminieren also a) junge unbedarfte Frauen, weil man sie anhand willkürlich bestimmter Kriterien aus dem vorigen Jahrhundert auf- bzw. abwertet und b) Männer generell, indem man sie für so unbeholfen hält, dass sie nicht selbst wissen, welche Frau (in ihrem Kuhdorf oder Universum) sie toll finden. Aber es gibt Schlimmeres und zum Glück muss ja niemand mitmachen.

KONTRA: Chris Steiner, Veranstalter Miss NÖ

Chris Steiner  |  zVg

Miss-Wahlen sind keineswegs diskriminierend. Viel mehr sind Miss-Wahlen tolle Sprungbretter für Karrieren im Bereich Model, Schauspiel und Moderation. Die Miss Austria Corporation ist hoch professionell aufgestellt, jede Teilnehmerin profitiert enorm von den Erfahrungen! Alleine die Entwicklung einer Miss Austria 2016, Dragana Stankovic, die ich im vergangenen Jahr entdeckt habe, spricht für sich.

Oder: Miss Vienna 2016, Kimberly Budinsky, ist seit ihrer Wahl eine der Top-3-Moderatorinnen in Österreich. Gegen Miss Wahlen kann nur jemand sein, der es oberflächlich als „Fleischbeschau“ ansieht oder ein übertriebenes Maß an Emanzipation an den Tag legen möchte … Selbstverständlich würde ich auch meiner Tochter empfehlen mitzumachen, zu lernen und Spaß zu haben.

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