Erstellt am 16. Mai 2017, 02:15

von NÖN Redaktion

Sind Zugangsbeschränkungen an Hochschulen sinnvoll?. Wie denkt ihr darüber? Macht mit und stimmt ab!

Symbolbild  |  Matej Kastelic / Shutterstock.com

PRO: Yannick Shetty, Spitzenkandidat JUNOS

Jannick Shetty  |  JUNOS

Universitäten müssen in vielen Fächern mehr Studienanfänger zulassen als Studienplätze zur Verfügung stehen. Dies führt einerseits zu überfüllten Hörsälen, Massen-Seminaren und ewigem Warten auf Diplomarbeitsbetreuer, andererseits werden Studierende mitten im Studium durch Knock-out-Prüfungen ausselektiert und verlieren dadurch wertvolle Zeit.

In Wien beginnen jährlich 2.000 junge Menschen ein Jus-Studium, aber nur 600 davon schließen es auch ab! Studierende sollen von Beginn an die Sicherheit haben, dass sie ihr Studium unter guten Rahmenbedingungen abschließen können. Deswegen sollen Hochschulen Aufnahmeverfahren einführen dürfen. Diese sollen mit Studierenden erarbeitet werden und können z. B. aus Motivationsschreiben bestehen.

KONTRA: Marita Gasteiger, Spitzenkandidat GRAS

Marita Gasteiger  |  Christopher Glanzl

Als GRAS stehen wir für den offenen und freien Hochschulzugang. Das heißt, jeder soll studieren können, was er möchte. Besonders wichtig ist uns das in Verbindung mit der Ausfinanzierung der Hochschulen und einer echten Orientierungsphase im Studium. Diese sieht vor, dass ich zu Beginn des Studiums Lehrveranstaltungen aus allen Fachbereichen absolvieren kann und mir diese auch angerechnet werden.

Wir haben in den letzten Jahren gesehen, dass Zugangsbeschränkungen sozial selektiv sind und dass sie Studenten massiv unter Druck setzen. Aufnahmeverfahren sind nie fair, sondern wirken immer diskriminierend. Das gilt auch für Fachhochschulen. Wir als GRAS wollen Studenten entlasten, ihnen Freiheiten geben, anstatt sie weiter einzuschränken.

Umfrage beendet

  • Sind Zugangsbeschränkungen an Hochschulen sinnvoll?