Erstellt am 10. April 2018, 00:37

von NÖN Redaktion

Temporäre Freigabe von Pannenstreifen auf Autobahnen?. Wie denkt ihr darüber? Macht mit und stimmt ab!

KONTRA:Martin Hoffer,Chefjurist des ÖAMTCÖAMTC/Postl  |  TasfotoNL/Shutterstock.com

PRO: Andreas Fromm, Geschäftsführer der ASFINAG Bau Management GmbH

Andreas Fromm  |  ASFINAG

Der Verkehr auf Autobahnen steigt seit Jahren stark an. Die zeitlich begrenzte Freigabe des Pannenstreifens ist für die ASFINAG deswegen eine Antwort auf dieses steigende Mobilitätsbedürfnis.

Sie bringt zu den Stoßzeiten eine weitere Fahrspur und somit mehr Kapazitäten und hat sich etwa in Deutschland bewährt. Sie ist rasch und einfach umzusetzen – soll aber natürlich keine Ausbauten ersetzen. Dafür hat die ASFINAG bis 2023 fast acht Milliarden Euro vorgesehen.

Verkehrssicherheit steht immer im Fokus: Wir errichten an der Teststrecke an der A4-Ost Autobahn, Simmeringer Haide bis Knoten Schwechat in Richtung Ungarn, zwei Pannenbuchten. Bei Panne oder Unfall wird der Pannenstreifen auch sofort wieder gesperrt.

KONTRA: Martin Hoffer,  Chefjurist des ÖAMTC

Martin Hoffer  |  ÖAMTC/Post

Mit der Freigabe des Pannenstreifens wird zwar die Kapazität verbessert, auf der anderen Seite opfert man aber den für die Sicherheit sehr wichtigen Pannenstreifen. Das kann nur dann stattfinden, wenn aufgrund der hohen Verkehrsdichte ein niedrigeres Tempo gefahren wird. Ein begleitendes Tempolimit würde demnach unvermeidbar sein.

Abgesehen davon müssten in kurzen Abständen Pannenbuchten eingerichtet werden, um bei fehlendem Pannenstreifen doch noch eine Notabstellfläche zu haben. Es müssten zudem noch Details geklärt werden, etwa wie die Bodenmarkierung aussehen und wie die Rettungsgasse gebildet werden soll. Eine durchgehende Beobachtung des kritischen Autobahnstückes mit Video und Zivilstreifen würde ebenfalls notwendig sein.

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